Schon wieder eine neue Betrugsmasche

Bei Post aus England seien Sie lieber vorsichtig!

Ein Mr. Simon Gibbs aus England versucht, Menschen in der Region eine hohe Erbschaft einzureden. Wer an das Geld gelangen möchte, müsse unbedingt antworten. Im nächsten Schreiben steht dann, wie es weitergeht.
Immerhin: Der Versender ließ sich seinen Brief 88 Pennys kosten. Das Geschäft muss doch etwas einbringen.
Immerhin: Der Versender ließ sich seinen Brief 88 Pennys kosten. Das Geschäft muss doch etwas einbringen. R. Marten
Pampow

In London 88 Pennys für einen Luftbrief ausgeben, lohnt sich offenbar noch immer. Sonst würde Mr. Simon Gibbs nicht bundesweit Briefe versenden. Der Mann wäre sicher längst pleite. Aber Mr. Simon Gibbs ist nicht pleite, er schreibt und schreibt. So einen Brief mit Poststempel vom 10. Februar „from the Desk of Mr. Simon Gibbs“ – vom Tisch des Herrn Simon Gibbs – erhielt nun auch Evelyn Rechenberg in Pampow: „Dear Evelyn Rechenberg“ – Liebe Evelyn Rechenberg, beginnt das Schreiben des „Verwaltungsbuchhalters und Außenrechnungsprüfers“, so seine Angaben. Und er sendet einen Satz gleich vorweg: „Ich würde respektvoll bitten, dass Sie den Inhalt dieser Post vertraulich halten...“

"Schlafende Millionen"

Der Mann gibt dann vor, auf einem Konto noch schlafend 12,5 Millionen US-Dollar eines Mannes entdeckt zu haben, der am 20. Oktober 2009 an Herzstillstand verstorben sei – Ulli Rechenberg. „Bevor das nicht beanspruchte Kapital ins britische Finanzministerium abwandert, sollten sie es abrufen.“ Der Mann gibt dann vor, die Modalitäten zu kennen, wie die Summe abgerufen werden kann. Bitte melden – und schweigen, Frau Rechenberg.

Evelyn Rechenberg kann bei einem solchen Brief nur lächeln. Vor Jahren sei schon mal aus den Staaten so ein Brief eingegangen; sie habe sogar geantwortet und um Hintergründe gebeten. „Für eine Kleinigkeit, ein Buch wohl, hätte ich vorab Geld überweisen müssen“, erzählt sie. „Natürlich werde ich nicht reagieren“, sagt Evelyn Rechenberg. „Besser noch: Man zeigt den Fall an, weil Betrugsverdacht besteht“, fügt sie an. Aber ob dann bis England ermittelt wird? Ich zweifele das an.“

Vor den vielen Betrugsmaschen warnt immer wieder die Polizeiinspektion in Anklam. Aber: Betrüger haben zunehmend schweres Spiel. Mehrere durch Täter angerufene potenzielle Opfer im Alter zwischen 52 und 85 Jahren ließen sich nicht hinters Licht führen. Sie beendeten trotz teilweiser massiver Drohungen die Telefongespräche und informierten sofort die Polizei. Zumindest belegen das die täglichen Lageberichte aus den Polizeirevieren.

 

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