Wasserturm in Löcknitz

Betreutes Wohnen für Demenz-Patienten

Für den Löcknitzer Wasserturm ist ein Nutzungskonzept gefunden. Im Frühjahr 2019 können hier sechs Personen, die an Demenz erkrankt sind, in einem Projekt für Betreutes Wohnen Einzug halten.
Rita Nitsch Rita Nitsch
In den Löcknitzer Wasserturm wird eine Einrichtung für Betreutes Wohnen im Frühjahr 2019 Einzug halten.
In den Löcknitzer Wasserturm wird eine Einrichtung für Betreutes Wohnen im Frühjahr 2019 Einzug halten. Rita Nitsch
Frank Wildenheyn (v.l.), Anna Ohlrogge und Sebastian Jacobs aus Berlin sind die Investoren und Eigentümer der Wasserturm Löcknitz GbR. Sie freuen sich darüber, dass es nach dem Richtfest im April jetzt einen Mieter für den Turm gibt.
Frank Wildenheyn (v.l.), Anna Ohlrogge und Sebastian Jacobs aus Berlin sind die Investoren und Eigentümer der Wasserturm Löcknitz GbR. Sie freuen sich darüber, dass es nach dem Richtfest im April jetzt einen Mieter für den Turm gibt. Rita Nitsch
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Löcknitz.

Endgültig aus dem Dornröschenschlaf erwachen soll im Frühjahr 2019 der Löcknitzer Wasserturm. Die Berliner Architekten Sebastian Jacobs und Anna Ohlrogge sowie der Bauingenieur Frank Wildenheyn erwarben den markanten Turm von der Gemeinde. Sie nahmen die Sache als Wasserturm Löcknitz GbR gemeinsam in die Hand.

Seitdem hat sich eine Menge getan. Während des Richtfestes im April rätselte noch so mancher, wofür der Anbau mit einer Grundfläche von rund 250 Quadratmetern genutzt werden könnte. Doch jetzt hat sich ein Mieter gefunden.

Anbau wird für Demenzkranke eingerichtet

„Wir konnten mit einem Privatanbieter in der Altenpflege bereits einen Mietvertrag abschließen“, informiert Frank Wildenheyn. Nach seiner Kenntnis möchte dieser dort Betreutes Wohnen anbieten und eine Wohngemeinschaft für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, einrichten. Die GbR ist jetzt dabei, den Anbau dementsprechend zu gestalten. „Es wird eine Einrichtung möglich sein, in der sechs bis sieben Leute betreut werden können. Jeder erhält ein schönes Zimmer mit Bad“, zeigt Wildenheyn auf.

Auch eine große Gemeinschaftsküche und einen Aufenthaltsraum werde es geben. „Im unteren Turmbereich werden Abstellräume zu finden sein“, so der Bauingenieur. Wäre die Nutzung vorher bekannt gewesen, hätte man aus seiner Sicht den Anbau noch größer gestalten können. Doch auch so werde es eine schöne Einrichtung, sind Wildenheyn und die beiden Architekten sicher.

Im Frühjahr 2019 soll die erste Wohngruppe einziehen können

Mit dem Innenausbau wurden in der Zwischenzeit Firmen aus der Region beauftragt, die hier in den nächsten Monaten wirbeln und das Konzept umsetzen werden. „Wir rechnen damit, dass die Wohngruppe im Frühjahr 2019 Einzug halten kann“, lässt Wildenheyn wissen. Er selbst werde oft vor Ort sein, um sich um den Bauablauf zu kümmern.

Wie ein Leuchtturm, der eine gute Zukunft verkündet, ist mittlerweile übrigens auch der Turm erstrahlt. Der Turmkopf, dessen Betonkonstruktion stark marode war, wurde durch eine Holzkonstruktion ersetzt und die Fassade neu gestaltet. Mittel aus der Städtebauförderung kamen hier zum Einsatz.

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