GEDENKSTÄTTE

Bundeswehr-Veteranen erinnern mit Löcknitzer Denkmal an Kameraden

In Löcknitz wurde ein Denkmal für gefallene oder im Einsatz ums Leben gekommene Bundeswehrsoldaten übergeben. Initiiert wurde die Aktion von einem ehemals aktiven Soldaten.
Am Sonnabend  übergab der Verein „Green Warriors military Brotherhood“ auf dem Friedhof in Löcknitz eine
Am Sonnabend übergab der Verein „Green Warriors military Brotherhood“ auf dem Friedhof in Löcknitz eine Gedenkstätte in Erinnerung an die bei Auslandseinsätzen gefallenen oder verunfallten Bundeswehrsoldaten. Rainer Marten
Der Krackower Ronny Splettstößer engagierte sich für diese Gedenkstätte in Löcknitz.
Der Krackower Ronny Splettstößer engagierte sich für diese Gedenkstätte in Löcknitz. Rainer Marten
Löcknitz ·

Sollten Kommunen Denkmäler in Erinnerung an gefallene oder im Einsatz getötete Bundeswehrsoldaten aufstellen, auch wenn die Gemeinde keine Toten zu beklagen hat? Die „Green Warriors military Brotherhood“, eine bundesweit tätige Bruderschaft aus Aktiven oder Veteranen der Luftlandetruppe sowie anderer Truppengattungen, ist überzeugt davon.

Vor diesem Hintergrund sorgte Green Warriors-Mitglied Ronny Splettstößer aus Krackow dafür, dass seit Sonnabend Löcknitz über eine solche Gedenkstätte verfügt. Sie schließt sich auf dem Friedhof an das Gräberfeld für die Gefallenen und Toten des Zweiten Weltkrieges an.

Vor 20 Jahren im Kosovo im Einsatz

Vor Monaten hat sich der Krackower um die Einwilligung der Gemeinde für die Gedenkstätte bemüht, sie erhalten und im Frühjahr zusammen mit seiner Lebensgefährtin Karina Radloff und dem ehemals Aktiven Renè Lesener die Anlage aufgebaut. Es geht ihm darum, einen Ort der Begegnung zu schaffen, der für jeden zugänglich ist, sagte Splettstößer am Sonnabend. Es geht um das Ansehen der Veteranen, das auf diesem Wege gestärkt werden soll. Splettstößers aktive Dienstzeit liegt 20 Jahre zurück. 1999 war er im Auslandseinsatz im Kosovo. Dort hat der Krackower viele Kameraden kennengelernt und auch viel Leid ansehen müssen. Das Thema beschäftigt ihn bis heute.

Bernhard Drescher, Vorsitzender des Bundes Deutscher Einsatzveteranen, erinnerte bei der Übergabe der Gedenkstätte daran, dass in den vergangenen Jahrzehnten insgesamt rund 420 000 deutsche Soldaten im Einsatz waren, mindestens 112 sind gefallen oder im Dienst verunglückt. Sie hätten „im Kampf um unsere Demokratie ihr Leben verloren“. Der Verein, so erinnerte er, steht dafür, dass die Einsatzveteranen in der Politik und Gesellschaft eine höhere Wertschätzung erfahren. Er forderte, dass sich für das treue Soldatendasein auch einen Treuegedanken in der Gesellschaft entwickelt. „Wertschätzung ist keine Einbahnstraße“, sagte er.

Zeichen gegen das Vergessen

An der feierlichen Übergabe der Gedenkstätte nahmen Vertreter aus Veteranenverbänden Luxemburgs und Dänemarks teil. Auch in diesen Ländern entwickelt sich erst die Veteranenbewegung. Gills Andrè, Vorsitzender der Veteranen Luxemburgs, sprach sich gegen das Vergessen aus, wenn Soldaten aus dem Einsatz zurückkehren. Das Thema Vergessen griff schließlich der katholische Militärdekan Stephan Lorek, Neubrandenburg, auf. Unvergessen bedeutet, dass „wir in die Pflicht genommen werden, uns von Zeit zu Zeit zu erinnern“.

Die Edelstahlplatte auf dem Löcknitzer Friedhof trägt die Aufschrift „Unvergessen. In stillem Gedenken an die gefallenen Soldaten sowie der Kriegsversehrten u. Veteranen der Bundeswehr. Semper fratres. Green Warriors Juni 2019“. Semper frats bedeutet soviel wie: Auf immer Brüder.

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Kommentare (12)

ist doch das Mindeste, was den Kamerden gebührt. Finde diese Initiative hervorragend und aber auch längst überfällig. Schade nur, dass es von "ehemalligen" auf den Weg gebracht werden muss.

sollte natürlich "ehemaligen" heißen

"Ehemaligen", heißt es richtig...
Ich spreche mich absolut gegen diesen weiteren Baustein des zunehmenden Militarismus aus.
Zu keinem Zeitpunkt, war in den letzten Jahrzehnten ein Soldat gezwungen, in einen militärischen Konflikt zu ziehen.
Der Jugoslawien Krieg, in all seinen Facetten, war ein illegaler Angriffskrieg.
Ohne Deckung des Volkerrechts.
Die Beteiligung Deutschlands am Irakkrieg-völkerrechtswidrig.
Aus gutem Grund ist es in der deutschen Verfassung, dem Grundgesetz, verboten einen Angriffskrieg zu führen.
Und jeder der in Kriege zieht, in denen er nichts zu suchen hat, also ohne UN Mandat, dort besoffen gegen einen Baum fährt, der hat Pech gehabt.
Und das Löcknitz hier gemeinsame Sache mit einem äußerst dubiosen Bund macht.
Auszug aus der Satzung: "Sich in den Besitz des Eigentums anderer Mitglieder zu bringen (das gilt auch für die Freundin/Frau eines anderen Bruders) ...ist verboten.
Stimmt, Frauen sind ja Eigentum. Eisernes Kreuz im Symbol, Tradition der Fallschirmjäger,...
Hier riecht es ganzschön braun.
Hier ein schönes Zitat von Cyprian von Karthago:
"Der Mord ist ein Verbrechen, wenn ein einzelner ihn begeht; aber man ehrt ihn als Tugend und Tapferkeit, wenn ihn viele begehen! Also nicht mehr Unschuld sichert Straflosigkeit zu, sondern die Größe des Verbrechens!")

Wenn ich rot und grün mische, kommt zwangsläufig braun raus.
Bei Ihnen muss es nach dem zwölfteiligen Farbkreis von Itten sowas von nach braun [Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen.].
Einfach [Entfernt.]!

Es heißt Farbkreis nach Itten wenn Sie hier schon mit dem Tuschkasten kommen und die Primärfarben haben mehr Kontrastwirkung als Braun.
Schönen Start in die Woche Nolde!

Spielplatz z.B. als Wertschätzung der Kinder.
Treuegedankensteigerung durch Edelstahlplatte.
Was für ein Ort der Begegnung.

Wer sind Ihre Freunde, ihr Umgang, wen unterstützen Sie nach ihren eigenen Kommentaren hier - ich will nicht deutlicher werden!
Ein Part massivster deutscher Probleme! -
Jedes Denkmal hat seine Berechtigung, denn es ist ein Zeichen des Gedenken und Ehre, von Character Respekt und Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen gegenüber dem / unseren ganz normalen Bürgern und Mitmenschen, im Jetzt, der Vergangenheit und der Zukunft -

Ich hab noch gar nicht richtig angefangen...

Finde ich die Leistungen nicht.

sehnt sich nach der guten alten Zeit.

Haben Sie jemals gedient -? Wenn ja - sollten Sie wissen was gemeint ist!

Bevor Sie fragen, ich habe Zivildienst geleistet.
Dienen tue ich bestimmt nicht irgendwelchen komischen Bundeswehrfreaks.
Beim ehemaligen Wehrdienst haben die meisten doch nur das heimliche Saufen aus dem Spint gelernt...