Sturmtief

Das sind die Sturmschäden im Süden Vorpommerns

Wie ungemütlich der Oktober sein kann, hat das erste Sturmtief des Herbstes am Donnerstag und in Ausläufern noch am Freitag gezeigt. Einige Feuerwehren waren im Dauer-einsatz, doch wie groß ist der Schaden wirklich?
So wie hier auf der B 104 in Richtung Starkshof lagen am Freitagmorgen einige abgesägte Bäume neben den Straße
So wie hier auf der B 104 in Richtung Starkshof lagen am Freitagmorgen einige abgesägte Bäume neben den Straßen der Region. Schuld daran war das Sturmtief „Hendrik II“, das für umgestürzte Bäume in der Uecker-Randow-Region sorgte. Johanna Horak
Uecker-Randow

Das erste Sturmtief des Herbstes, um dessen Namen es im Nachhinein übrigens zeitweise Verwirrung gab, flaute am Freitag etwas ab, auch wenn es weiterhin zu Sturmböen in der Region kam. Verantwortlich für den Sturm am Donnerstag war laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) das Sturmtief „Hendrik II“. Davor allerdings sei Tief „Ignatz“ wetterbestimmend gewesen, weshalb in den Warnungen zum Unwetter und in vielen Berichten darüber zunächst auch von Sturmtief „Ignatz“ die Rede war.

Umstürzender Baum verfehlte Biker um Haaresbreite

Doch ob nun „Ignatz“ oder „Hendrik II“: „Im Vergleich zu anderen Stürmen in diesem Jahr waren die Kollegen im gesamten Landkreis Vorpommern-Greifswald, vor allem zum Zwecke der Gefahrenabwehr, vermehrt im Einsatz“, lautete die Bilanz von Polizeisprecher Andrej Krosse auf Nordkurier-Nachfrage. Allein in der Uecker-Randow-Region wurde die Polizei von Donnerstag bis zum Freitagmorgen zu insgesamt acht Einsätzen gerufen, teilte er mit.

Davon seien in sieben Fällen Bäume und Äste auf die Straßen gestürzt oder drohten umzustürzen. Dies wiederum führte laut dem Sprecher zweimal zu größeren Schäden. Zum einen stürzte ein 17-jähriger Motorradfahrer auf der K67 von Strasburg in Richtung Friedland, als ihm am Ortseingang von Neuensund mehrere Äste entgegen flogen. Nur wenige Augenblicke später kippte ein Baum hinter dem Fahrer auf die Fahrbahn. Der 17-jährige Deutsche wurde durch den Sturz nur leicht verletzt und begab sich selbst in ärztliche Behandlung. Laut Polizei entstand bei dem Unfall ein Sachschaden von 800 Euro.

3.000 Euro Schaden am Traktor

Weiterhin stürzten auf der L238 bei Grünz zwei Bäume auf einen Traktor. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Die Fahrbahn wurde für etwa eine halbe Stunde gesperrt. Am Traktor entstand ein Schaden von 3.000 Euro, wie Krosse am Freitag mitteilte.

Laut Gemeinde- und Amtswehrführer Enrico Harms gab es Donnerstagnacht und am Freitagmorgen keine sturmbedingten Einsätze. „Donnerstag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr hatten wir fünf Einsätze“, sagte er. Bei allen handelte es sich umgekippte Bäume. Betroffen seien unter anderem Sommersdorf und Batthinsthal gewesen, ergänzte er.

Im Pasewalker Raum war alles ruhig

Anders als im Löcknitzer und Penkuner Raum verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Pasewalk keine Einsätze im Zusammenhang mit dem Sturm. Das teilte Wehrführer Marco Freuer auf Nordkurier-Nachfrage mit.

Die Polizei lobte am Freitag die gute Zusammenarbeit mit allen Partnern für Sicherheit, darunter vor allem mit der Rettungsleitstelle Vorpommern-Greifswald, den Freiwilligen Feuerwehren im gesamten Landkreis sowie den Straßenmeistereien. „Durch die gemeinsame Koordinierung der Einsätze und die gute Abstimmung vor Ort konnten die Unfallstellen schnellstmöglich wieder beräumt und für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden“, sagte Polizeisprecher Krosse.

 

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