Verpächter klagt gegen Schlosshotel-Pächter

Deutschländer GmbH muss zahlen und ziehen

Die Deutschländer Hotel & Golfressort Schloss Krugsdorf GmbH hat am Dienstag am Landgericht ein weiteres Verfahren verloren. Das Unternehmen muss mindestens 130 000 Euro offene Pacht und Zinsen für das Schlosshotel und Bettenhaus in Krugsdorf an den Verpächter bezahlen. Darüber hinaus muss die Firma die Liegenschaft herausgeben.
Wieder ist ein Verfahren entschieden! Bart Fernhout (Mitte) ist zufrieden über den Ausgang seiner Klage am Landgericht Neubrandenburg gegen die  Deutschländer Hotel und Golf Ressort Schloss Krugsdorf GmbH. Das Unternehmen zahlt für das Schlosshotel und für das Bettenhaus seit Januar 2012 keine Pacht. Rechts: Rechtsanwalt Ulrich Staubach, links Manfred Arndt, einer der interessierten Prozessbesucher.
Wieder ist ein Verfahren entschieden! Bart Fernhout (Mitte) ist zufrieden über den Ausgang seiner Klage am Landgericht Neubrandenburg gegen die  Deutschländer Hotel und Golf Ressort Schloss Krugsdorf GmbH. Das Unternehmen zahlt für das Schlosshotel und für das Bettenhaus seit Januar 2012 keine Pacht. Rechts: Rechtsanwalt Ulrich Staubach, links Manfred Arndt, einer der interessierten Prozessbesucher. R. Marten
Krugsdorf

Deutschländer, zweiter Akt. Auch dieser Akt spielt sich vor dem Landgericht in Neubrandenburg ab. Eigentümer Bart Fernhout klagt gegen die Deutschländer Hotel und Golf Ressort Schloss Krugsdorf GmbH. Der Holländer hat einst Gutshaus  und Golfplatz saniert. Seine Betreibergesellschaft ist lange insolvent. Das Haus indes besitzt er. Der Pächter, kurz die Deutschländer GmbH, kommt seit Januar 2012 ihren Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag nicht nach. Lediglich drei Monate Miete flossen 2011. Dann blieb das Geld wegen „behaupteter Mängel“ aus. So formulierte es der Richter am Landgericht, Steffen Seligmüller, als er auf die Sachlage zu Beginn der Güteverhandlung eingeht. Nach Prüfung hat der Richter Zweifel an ein Rückbehaltungsrecht des Pächters, denn die Mängel hätten nicht zu einer Nutzungseinschränkung gegen Null geführt. Im Gegenteil: Das Unternehmen habe wirtschaftliche Vorteile aus der Anlage gezogen, werbe im Internet mit vielen Vorzügen des Hotels. In der Presse hätte das Unternehmen sogar auf einen höhere Bettenauslastung verwiesen. Darüber hinaus hätten Deutschländers das Objekt vor Abschluss des Vertrages über Monate kennen gelernt - und gepachtet. Weil sich beide Seite bereits um eine vorgerichtliche Lösung bemüht hätten, sah der Richter gute Ansatzpunkte für eine gütliche Einigung. Sie sollte eine 50-prozentige Zahlung der offenen Forderung einschließen. Beide Seiten müssten nur miteinander reden.

Bereits im März wurde die Firma Deutschländer verurteilt, 127 000 Euro Pacht für den Golfplatz an  Catharina Houtmann-Fernhout zu bezahlen. Rund 130 000 Euro werden jetzt für das Hotel fällig. „Das alles ist aber nur die halbe Rechnung“, sagt Bart Fernhout nach der Verhandlung. Am Freitag legt der Holländer in der PAZ seine ganze Aufrechnung auf den Tisch. Das Urteil vom Dienstag ist noch nicht rechtskräftig.

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