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Bürgermeisterwahl

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Die ersten Strasburger haben schon gewählt

Wer schafft es ins Strasburger Rathaus? Bürgermeister in der Uckermarkstadt wollen Gunar Mühle (von links), Marina Raulin, Heike Hammermeister-Friese, Otto Reincke sowie Klemens Kowalski werden. 
Wer schafft es ins Strasburger Rathaus? Bürgermeister in der Uckermarkstadt wollen Gunar Mühle (von links), Marina Raulin, Heike Hammermeister-Friese, Otto Reincke sowie Klemens Kowalski werden.
Fred Lucius

Die Strasburger Bürgermeister-Kandidaten haben gemeinsam an mehreren Foren teilgenommen, sie warben einzeln auf Veranstaltungen und Ständen sowie an Haustüren um die Gunst der Bürger. Jetzt ist der Wahlkampf so gut wie vorbei. Am Sonntag schlägt die Stunde der Wahrheit. Einige haben schon abgestimmt.

Es ist angerichtet: An diesem Sonntag können die Strasburger und Einwohner in den Ortsteilen aus fünf Kandidaten ihren Bürgermeister für die kommenden sieben Jahre wählen. Aufgerufen dazu sind 4148 Wahlberechtigte ab 16 Jahre, 185 weniger als bei der letzten Bürgermeister-Wahl vor drei Jahren. Bis Donnerstagmittag hatten nach Angaben von Anke Heinrichs, Ordnungsamtsleitern und 1. Stadträtin, 474 Einwohner per Briefwahl gewählt. Das sind rund 11,4 Prozent der Wahlberechtigten.

„Die Wahlvorbereitungen liefen planmäßig. Die Wahlvorstände für die fünf Wahllokale sind besetzt“, sagt Anke Heinrichs. Bis auf den Diebstahl von einigen Wahlplakaten von mehreren Kandidaten zu Beginn des Wahlkampfes habe es keine Beanstandungen gegeben. Anke Heinrichs rechnet in etwa mit einer Wahlbeteiligung in Höhe der von vor drei Jahren. Damals lag sie bei 55,91 Prozent. „Die Foren mit den Kandidaten waren gut besucht. Das zeigt, viele Bürger sind mit Interesse dabei“, fasst die 1. Stadträtin zusammen. Eine mögliche Stichwahl würde am 21. Oktober stattfinden.

"Es war ein fairer Wahlkampf"

Die fünf Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters – die Strasburgerin Heike Hammermeister-Friese (38, CDU) sowie die Einzelbewerber Klemens Kowalski (39) aus Buxtehude, Gunar Mühle (55) aus Neubrandenburg, Marina Raulin (58) aus Strasburg und Otto Reincke (55) aus dem Strasburger Ortsteil Schwarzensee – bezeichneten den Wahlkampf der vergangenen Wochen als fair. „Es war mein erster Wahlkampf. Es wurde keiner benachteiligt. Vor allem das Forum im Awo-Jugendhaus fand ich toll“, sagt Gunar Mühle, der fest davon ausgeht, dass es eine Stichwahl geben wird. Beeindruckt vom Interesse Bürger zeigt sich Klemens Kowalski. „Das habe ich selbst in einigen Großstädten so nicht erlebt. Über den Wahlkampf kann ich mich nicht beklagen“, betont Kowalski, der im Falle einer Wahl mit seiner Familie von Buxtehude nach Strasburg umziehen würde. Auch Marina Raulin spricht von einem fairen Wahlkampf. „Es waren gute Veranstaltungen mit den Kandidaten und tolle Dialoge mit den Bürgern. Auch in den Ortsteilen zeigten sich die Einwohner interessiert“, resümiert die Strasburgerin. Sehr positiv bewertet Heike Hammermeister-Friese die Wahlkampfveranstaltunen. „Die Leute waren positiv eingestellt und zeigten Interesse. Und sie sind froh, dass sich nicht nur ein Kandidat zur Wahl stellt. Ich gehe von einer Stichwahl aus“, sagt sie. Otto Reincke hat der Wahlkampf sehr viel Freude bereitet. „Ich lernte viele nette Menschen kennen. Inzwischen habe ich ein noch positiveres Bild über die Bewohner Strasburgs als zuvor“, erklärt er. Nach seiner Einschätzung wird es eine hohe Wahlbeteiligung geben. Eine Stichwahl scheine ihm bei fünf Kandidaten kaum vermeidbar zu sein.