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Diebe plündern Löcknitzer Firma

Der Koffer für den Bohrhammer ist leer. Die Diebe haben ihn ebenso wie viele weitere Arbeitsgeräte mitgenommen. Firmeninhaber Kurt Schröder wurde nun schon das zweite Mal bestohlen. 2013 entwendeten Diebe alle seine Heizungsrohre aus Kupfer.
Der Koffer für den Bohrhammer ist leer. Die Diebe haben ihn ebenso wie viele weitere Arbeitsgeräte mitgenommen. Firmeninhaber Kurt Schröder wurde nun schon das zweite Mal bestohlen. 2013 entwendeten Diebe alle seine Heizungsrohre aus Kupfer.
Rainer Marten

Das geht richtig an die Substanz: Diebe haben  aus dem Löcknitzer Heizungs- und Sanitärbetrieb Schröder alle wertvollen Arbeitsgeräte mitgehen lassen. Sie stiegen über ein eingeschlagenes Kellerfenster in die Firma ein.

Der Ärger sitzt Kurt Schröder noch immer im Nacken. Zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten wurde seine Firma in der Löcknitzer Chausseestraße von Dieben heimgesucht.

Als der Löcknitzer am Montag gegen 6.30 Uhr den Firmensitz betrat, entdeckte er die Bescherung. Unbekannte hatten das einzige Kellerfenster eingeschlagen, das Fenster geöffnet und Raum für Raum inspiziert. Im Lager wurden sie fündig. Über Jahre hatte der Firmenchef alle Arbeitsgeräte angeschafft, die so ein Heizungsbauer benötigt: Bohrmaschinen, Einfrier- und Auftaugeräte für Leitungen, Spülkompressoren, Kernbohrmaschinen, Ersatzteilkoffer, PP-Schweißgeräte für Kunststoff... Im Lager befanden sich außerdem elektronische Pumpen für Heizungen. „Mitgenommen wurde fast alles, was modern und auf dem neusten technischen Stand ist. Alte Geräte beachteten die Täter nicht“, sagt der Löcknitzer.

Insgesamt rund 20 000 Euro Schaden

Das Schlimme: Man ist regelrecht hilflos, man kann nicht mehr als auflisten, wie groß der Schaden ist, sagt er. Und der Schaden ist richtig groß. Alles in allem kommt Kurt Schröder auf rund 20 000 Euro Schaden. Besonders leid tut es dem Mann um die gestohlenen Ersatzteilkoffer. „Ich habe bereits bei einem früheren Hersteller nachgefragt: Die werden heute nicht mehr produziert. Mit einem Griff hatten wir früher alles in der Hand, wenn wir zu einem Notfall fahren mussten. Jetzt müssen wir uns die Teile einzeln zurechtlegen“, sagt er.

Kurt Schröder mutmaßt, dass die Diebe seine Firma, die hinter dem russischen Ehrenmal liegt, vor dem Einbruch ausspioniert haben. „Die offizielle Zufahrt ist seit Anfang Oktober gesperrt, denn der Weg wird erneuert. Die Diebe haben ihr Auto deshalb direkt auf dem Gelände des russischen Friedhofes abgestellt und dort alles hingetragen und aufgeladen. Sie sind dann an einem der Steine hängen geblieben und haben sich die Ölwanne demoliert. Darauf deutet jedenfalls ein riesiger Ölfleck hin. Die Ölspur führt dann auf der Chausseestraße in Richtung Linken“, erzählt er. Später habe er erfahren, dass auf einem Parkplatz vor der Grenze erneut ein großer Ölfleck entdeckt wurde. Man geht davon aus, dass dort das Diebesgut umgeladen wurde, weil das Auto richtig Schaden genommen hat.