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Diskussionen über Dachgestaltung

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DRK-Bauprojekt muss noch eine Hürde nehmen

Das ist der Blick vom Prenzlauer Tor aus auf das DRK-Bauprojekt in Pasewalk. Spitzdächer sollen die ursprünglich geplanten Flachdächer ablösen. 
Das ist der Blick vom Prenzlauer Tor aus auf das DRK-Bauprojekt in Pasewalk. Spitzdächer sollen die ursprünglich geplanten Flachdächer ablösen.
Entwurf: fmra Architekturbüro

Das millionenschwere DRK-Bauprojekt in Pasewalk auf dem Standort der ehemaligen Poliklinik hat die Hürde des Hauptausschusses genommen. Allerdings traten in der Sitzung erneut Verständigungsprobleme auf.

Schließen Flach- oder Satteldächer die neuen Häuser des DRK-Bauvorhabens am Prenzlauer Tor in Pasewalk ab? Pasewalks Bauamtsleiter Marko Schmidt konnte innerlich kaum glauben, dass es noch immer Kommunalpolitiker gibt, die dieses Thema nicht abgehakt haben. In der Tagung des Hauptausschusses am Montagabend gab es erneut Fragen dazu. Schmidt ging deshalb auf Nummer sicher. Er fasste dort detailliert die Absprachen und Beratungen mit dem DRK zusammen. Sein Fazit: Entschieden hätten diese Frage die Teilnehmer der Beratungsrunde am 7. Mai. Dort wurde der Satteldachvariante der Gebäude vor dem Prenzlauer Tor zugestimmt, um im Sinne eines zügigen Planverfahrens die zeitliche Zielstellung einzuhalten, sagte er.

Diese Ausführungen veranlassten Anne-Regina Gerhardt, Fraktionsvorsitzende der Linken, dennoch, die Flachdachvariante ins Gespräch zu bringen. Aber auch sie musste sich belehren lassen, dass in der Sache der Sack zu ist. Man müsse bei innerstädtischen Planungen, so beendete Bürgermeisterin Sandra Nachtweih die Debatte, nicht nur das geplante Objekt sehen, sondern die Planungen immer in Bezug zur Umgebung stellen. Und genau das haben die Stadt und Stadtplaner eingefordert.

Der Bebauungsplan Nummer 47/18, Quartier ehemalige Poliklinik, wurde in die Stadtvertretung zur Beschlussfassung verwiesen. Sollten die Dokumente dort am 5. Juli beschlossen werden, besteht ab Herbst Baurecht für das Gebiet. Das DRK plant dort etwa 35 Wohnungen für das betreute Wohnen, einen gewerblichen Teil mit Sozialstation, Sport- und Kulturzentrum, mit einer Physiotherapie und eventuell auch mit einem Arztstützpunkt. Im Hofbereich soll eine Kita entstehen. Die Ausgaben liegen im zweistelligen Millionenbereich.