Projekt „Wünsche wagen” startet

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Ein Fahrzeug für das letzte Glück

Dirk Scheer, Beigeordneter und Sozialdezernent in der Kreisverwaltung (Zweiter von rechts), übergibt an DRK-Geschäftsführer Jörg Bohnhoff (Vierter von rechts) Schlüssel und Papiere  des  Krankentransportwagens. Das Fahrzeug vom Eigenbetrieb Rettungsdienst wurde umgerüstet und soll nun dazu dienen, todkranken Menschen als „Wünsche wagen“ einen letzten Wunsch zu erfüllen.
Dirk Scheer, Beigeordneter und Sozialdezernent in der Kreisverwaltung (Zweiter von rechts), übergibt an DRK-Geschäftsführer Jörg Bohnhoff (Vierter von rechts) Schlüssel und Papiere des Krankentransportwagens. Das Fahrzeug vom Eigenbetrieb Rettungsdienst wurde umgerüstet und soll nun dazu dienen, todkranken Menschen als „Wünsche wagen“ einen letzten Wunsch zu erfüllen.
Rainer Marten

Wer sich als Schwerstkranker einen letzten Wunsch erfüllen möchte, der kann auf einen besonderen Service des DRK-Kreisverbandes mit dem Hospizdienst Uecker-Randow und dem Blauen Kreuz zurückgreifen. Die Verbände starten am Dienstag das Projekt „Wünsche wagen“. Es geht dabei um ganz persönliche Wünsche, um ein kostenloses Fahrzeug und um Menschen, die sie realisieren helfen.

Es gibt diesen Spruch von der letzten Reise. Jene Reise ohne Wiederkehr. Mit dem Projekt „Wünsche wagen“ des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow und des Hospizdienstes Uecker-Randow ist diese letzte Reise allerdings nicht gemeint. Aber es geht schon um Abschied und um eine der letzten gewünschten Fahrten. Denn der „Wünsche wagen“ ist ein Angebot für Schwerstkranke, Reisen mit Hilfe vieler anderer Menschen unternehmen zu können. Das Projekt startet am Dienstag.

Bereits vor Monaten griffen Kreissozialdezernent Dirk Scheer, Landrätin Barbara Syrbe und weitere Partner die Idee des DRK für den „Wünsche wagen“ auf. Es ging um ein kostenfreies Fahrzeug, mit kostenfreien Fahrern und Begleitpersonen. Das Auto übergab Kreisdezernent Dirk Scheer am Montag für einen symbolischen Preis. Es handelt sich um einen früheren Krankenwagen des Eigenbetriebes Rettungsdienst, der für den neuen Zweck umgerüstet wurde.

Ehrenamtliche Kräfte sichern das Projekt zu hundert Prozent ab

Aber nicht allein die Fahrzeugfrage musste geklärt werden, sagte die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes, Monika Buse. Fragen der Kosten des Transportes, der Fahrer und der Begleitpersonen mussten geklärt werden. „Von Anbeginn stand fest, dass der ‚Wünsche wagen‘ für den Nutzer kostenneutral ist“, sagte sie. Mit ins Boot geholt wurden der Hospizdienst Uecker-Randow und das Blaue Kreuz in Eggesin. Die Nutzer können sich sowohl von Familienangehörigen als auch von den Mitgliedern des ambulanten Hoszpizdienstes begleiten lassen. Als erste Fahrer wurden Thomas Kurth, Gründungsmitglied des regionalen Hospizdienstes, und Klaus-Dieter Hoddow gewonnen.

Stationiert wird das Auto in Ueckermünde. Fahrten sind kreis- aber auch länderübergreifend möglich. „Gebucht werden kann das Auto von Interessierten in der Regel für eine Tagesfahrt“, so Monika Buse. Natürlich könne man auch über Ausnahmen sprechen. Ansprechpartner für die Buchung ist das Blaue Kreuz in Eggesin (www.bk-diakonie-eggesin.de). Auch wenn das DRK Träger des Projektes ist, das Projekt „Wünsche wagen“ wird zu einhundert Prozent von ehrenamtlichen Kräften begleitet. „Vor diesem Hintergrund bemühen wir uns um Spenden, um alle Kosten finanzieren zu können“, sagte DRK-Geschäftsführer Jörg Bohnhoff. Die entsprechenden Spendenkonten wurden beim DRK eingerichtet.