VORBEUGUNG

Ein kleiner Pieks gegen die Grippe

Die Grippesaison beginnt, und die Impfstoffe sind eingetroffen. Ab sofort und völlig kostenlos kann man sich zur Vorsorge pieksen lassen. Das Gesundheitsamt empfiehlt die Impfung einer ganzen Reihe von Personengruppen, darunter nicht nur Alte und chronisch Kranke.
Simon Voigt Simon Voigt
Im Herbst und im Winter hat die Grippe Hochsaison. Die Impfung soll 90 Prozent der zuvor gesunden Menschen vor einer Erkrankung schützen.
Im Herbst und im Winter hat die Grippe Hochsaison. Die Impfung soll 90 Prozent der zuvor gesunden Menschen vor einer Erkrankung schützen. Ralf Hirschberger
Pasewalk.

Obwohl der Spätsommer doch ein paar letzte Sommer-Sonnenstunden nach Vorpommern bringt, lässt sich beim Blick in den Kalender eines nicht leugnen: Der nächste Herbst und damit die nächste Grippesaison stehen ins Haus. Ab sofort ist wieder eine Impfung gegen die saisonal auftretende Influenza möglich, wie das Gesundheitsamt Vorpommern-Greifswald mitteilt.

„Die ist der sicherste Weg, einer Virusgrippe zu entgehen“, erklärt Dr. Marlies Kühn, Ärztin und Leiterin des Kreis-Gesundheitsamts. Besonders empfohlen wird die Impfung Personen, die über 60 Jahre alt sind oder die häufig im Kontakt zu großen Menschenmengen stehen, also Lehrer und Kindergärtner, oder auch manch andere Berufsgruppe wie Busfahrer, Einzelhandels-Verkäufer, Friseure und zahlreiche weitere Dienstleistungs-Berufe mit viel Kundenkontakt.

Auch chronisch Kranken wird zu dem Vorbeugungs-Pieks geraten, ebenso Personal von Alten- und Pflegeeinrichtungen und medizinischem Personal. Die Spritze wird von den Haus- und Kinderärzten, den Betriebsärzten oder direkt im Gesundheitsamt verabreicht.

Kosten übernimmt Krankenkasse

Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse vollständig. „Es sollten keine Vorerkrankungen vorhanden sein“, sagt Amtsärztin Kühn, „denn wenn man bereits mit der Grippe infiziert ist und sich in der Inkubationszeit befindet, dann ist es zu spät.“ Kommt dies vor, vermuten einige Patienten, dass die Ursache für die Erkrankung die Impfung selbst ist. Das sei allerdings in aller Regel nicht so, betont Marlies Kühn.

Schwere Nebenwirkungen der Impfung habe es in unserer Region nach Angaben der Ärztin in den letzten zehn Jahren ebenfalls nicht gegeben, gleichzeitig habe die Nachfrage allerdings zuletzt stark zugenommen. „Das Verantwortungsbewusstsein in der Bevölkerung ist gestiegen“, schätzt sie ein.

Das Gesundheitsamt in Pasewalk und auch die Dienststellen in Anklam und Greifswald bieten die Grippeschutzimpfungen zu folgenden Öffnungszeiten an: dienstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. Einzelvereinbarungen sind möglich unter Telefon: 03834 8760-2457. Zudem wird auch in der Außenstelle Ueckermünde geimpft, die Öffnungszeiten sind unter der angegebenen Nummer zu erfragen oder im Internet unter: www.kreis-vg.de

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