FROSTGEFAHR

Eiskristalle setzen Rapspflanzen zu

Die Sonne scheint viel und die Rapspflanzen auf den Feldern in Vorpommern sehen gut aus. Doch Nachtfröste in den vergangenen Tagen haben ihnen zugesetzt, sagen Landwirte.
Die Arbeit auf den Feldern läuft wieder. Derzeit werden unter anderem Getreidebestände gedüngt.
Die Arbeit auf den Feldern läuft wieder. Derzeit werden unter anderem Getreidebestände gedüngt. Fred Lucius
Deutlich sind nach einer kalten Nacht die Eiskristalle auf den Rapspflanzen zu sehen. Wie stark sie durch das Einschleppen von
Deutlich sind nach einer kalten Nacht die Eiskristalle auf den Rapspflanzen zu sehen. Wie stark sie durch das Einschleppen von Pilzen oder Schädlingen betroffen sein werden, ist noch unklar. Fred Lucius
Deutlich sind nach einer kalten Nacht die Eiskristalle auf den Rapspflanzen zu sehen. Wie stark sie durch das Einschleppen von
Deutlich sind nach einer kalten Nacht die Eiskristalle auf den Rapspflanzen zu sehen. Wie stark sie durch das Einschleppen von Pilzen oder Schädlingen betroffen sein werden, ist derzeit unklar. Foto: Fred Lucius
Pasewalk.

Die Sonne strahlt am frühen Vormittag kräftig. Doch auf Rapspflanzen auf einem Feld bei Brietzig sind die Folgen der vergangenen Frostnacht noch deutlich zu sehen: Eiskristalle. „Der Raps ist jetzt in der Streckungsphase, er wächst wie doll. Der Frost gefährdet die Streckung. Das Stängel-Gewebe ist dünn, es kommt zu Frostrissen“, erklärt Steffen Walter, Geschäftsführer der Agrargesellschaft Brietzig.

„Der Frost tut den Pflanzen nicht gut”

Aufgeplatzte Stängel wiederum würden das Einschleppen von Krankheiten jeglicher Art und von Schädlingen ermöglichen. „Der Raps ist eigentlich gut aus dem Winter gekommen. Er ist mittlerweile etwa 25 Zentimeter hoch. Die Pflanzen sehen auch gut aus. Der Frost tut ihnen aber nicht gut“, sagt der Brietziger Landwirt.

Die Pflanze befinde sich bei einem solchem Wetter im Widerspruch. Am Tag würde sie die Sonneneinstrahlung zum Wachsen mögen, in der Nacht lege sie sich wegen der nicht festen Außenhaut auf die Seite. „Wie geschädigt die Pflanzen sind, kann man derzeit noch nicht sagen. Das hängt auch vom Zuflug von Schädlingen wie dem Rapsglanzkäfer oder Rüsslern ab und davon, wie massiv diese Eier ablegen“, sagt Steffen Walter. Als Landwirt könne den natürlichen Verlauf des Pflanzenwachstums nicht aufhalten.

Ein Viertel weniger Raps angebaut als sonst

Die Düngung beim Raps ist Steffen Walter zufolge abgeschlossen. Getreide reagiert nach seinen Worten unterschiedlich auf die nächtliche Kälte. Gerste etwa sei anfälliger als Weizen. Die Landwirte in der Region hatten im vergangenen Jahr etwa ein Viertel weniger Raps angebaut als sonst. Neben der Trockenheit nach der Aussaat im Herbst 2018 war dafür vor allem das Beizverbot von Raps verantwortlich.

Nach Angaben des Brietziger Landwirts sind die Feldarbeiten in vollem Gange. Die Vegetation habe bereits Anfang Februar eingesetzt. In diesen Tagen erfolge beispielsweise die Aussaat von Zuckerrüben. Die Brietziger bauen seit Jahren Rüben an, die an die Zuckerfabrik nach Anklam geliefert werden. Zudem würden gegenwärtig Wiesen gewalzt. Wo es erlaubt sei, werde Gülle auf den Ackerflächen ausgebracht. Außerdem würden auf Ackerflächen Steine gesammelt. Bei den Sommerkulturen steht die Frühjahrsbestellung an.

Corona-Krise sorgt für Solo-Melker im Kuhstall

Die Corona-Krise macht auch um die Landwirte keinen Bogen, sagt Steffen Walter. Vom Bauernverband gebe es Vordrucke mit Verhaltensregeln. „Im Kuhstall ist derzeit ein Melker alleine tätig“, erklärt der Landwirt. Welche Folgen mit der Corona-Krise auf die Landwirtschaft insgesamt zukomme, sei derzeit noch gar nicht abzusehen, sagt der Brietziger.

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