Urteil am Arbeitsgericht

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Entlassungen bei Kette „Lila-Bäcker“ unrechtmäßig

Das Arbeitsgericht in Neubrandenburg hat erste Urteile im Rechtsstreit von Ex-Mitarbeitern des Backunternehmens Lila Bäcker verkündet.
Das Arbeitsgericht in Neubrandenburg hat erste Urteile im Rechtsstreit von Ex-Mitarbeitern des Backunternehmens Lila Bäcker verkündet.
Jens Büttner

Im Streit um die Entlassungen bei der Bäckerei-Kette „Unser Heimatbäcker” wurde nun Recht gesprochen. Das letzte Wort dürfte aber noch nicht gesprochen sein.

Das Arbeitsgericht Neubrandenburg hat erste Urteile im Streit um Entlassungen bei der Kette „Unser Heimatbäcker“ (Pasewalk) gefällt. In sechs Fällen wurden außerordentliche Kündigungen durch die Firma „für unwirksam“ erklärt, wie Richter Hagen Schäfer am Freitag in Neubrandenburg erläuterte.

Zudem soll die im Nordosten als „Lila Bäcker“ bekannte Firme einer Frau, die seit 39 Jahre dort arbeitet, monatlich 1588 Euro zahlen und dürfe diese Summe nicht um 600 Euro kürzen, wie seit Monaten. Weitere sieben Urteile werden am 20. November am Arbeitsgericht erwartet.

Bei der Bäckereikette mit 2700 Mitarbeitern war 2018 eine neue Geschäftsführung eingesetzt worden. Produktionsstätten in Pasewalk, Gägelow bei Wismar sowie Dahlewitz bei Berlin wurden geschlossen und 225 Mitarbeitern gekündigt, was Proteste hervorrief. Eine Sprecherin der Kette kündigte an, gegen die Urteile Rechtsmittel einzulegen.