CORONA-FÄLLE

Erst am Samstag zeigt sich das ganze Ausmaß am Löcknitzer Gymnasium

Die weiteren Tests nach der Corona-Infektion eines Lehrers und von fünf Schülern des Deutsch-Polnischen Gymnasiums in Löcknitz sollen noch in dieser Woche erfolgen. Was das für den Schulstart am Montag bedeutet, klärt sich dennoch erst am Wochenende.
Auf der Homepage des Löcknitzer Gymnasiums kündigte die Schulleitung für Freitag weitere verbindliche Corona-Te
Auf der Homepage des Löcknitzer Gymnasiums kündigte die Schulleitung für Freitag weitere verbindliche Corona-Tests für die betroffenen Schüler an. Auch die Kontaktpersonen des infizierten Lehrers sollen in Kürze ein zweites Mal getestet werden. Holger Schacht
Landkreis-Sprecher Achim Froitzheim
Landkreis-Sprecher Achim Froitzheim NK-Archiv
Löcknitz.

Für den kommenden Freitagvormittag sind weitere verbindliche Corona-Tests für die betroffenen Schüler des Deutsch-Polnischen Gymnasiums in Löcknitz geplant. Das teilte die Schulleitung am Mittwoch auf der Homepage des Gymnasiums mit. Dort hieß es: „Alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 10a sowie alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 und 12 müssen sich zur weiteren Testung am Freitag an der Schule einfinden.“

Auf Nordkurier-Nachfrage erklärte auch Kreissprecher Achim Froitzheim, dass am Freitag mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes ein zweiter Test durchgeführt werden soll. „Da das Labor sehr schnell ist, rechnen wir mit einem Ergebnis innerhalb von 24 Stunden. Im Verlaufe des Sonnabends sollte es Klarheit geben, wie groß die Sache wirklich ist und ob wir mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon kommen“, sagte Achim Froitzheim.

Sechs Lehrer und neun Klassen getestet

Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich neben dem Lehrer des Löcknitzer Gymnasiums, bei dem das Virus zuerst nachgewiesen worden war, fünf Schüler mit dem Coronavirus infiziert hatten. „Die Tatsache, dass fünf Schüler betroffen sind, macht natürlich weitere Kontaktnachverfolgungen und weitere Tests im privaten Bereich erforderlich – eben bei den so ermittelten Kontaktpersonen“, sagte Froitzheim weiter.

Die sechs positiv getesteten Personen befinden in Quarantäne. Von ihnen sei derzeit niemand im Krankenhaus, erklärte der Sprecher. Mittlerweile seien alle Schüler, die sich testen lassen mussten, kontaktiert worden. Zunächst habe man „eine Handvoll“ nicht erreichen können, so der Kreissprecher. Unter den 216 getesteten Personen seien sechs Lehrer und neun Klassen des Gymnasiums. Alle Lehrer, die innerhalb dieser Gruppe unterrichtet haben, seien getestet worden.

Aus welchen Orten die infizierten Personen kommen, ließ Achim Froitzheim offen. Da diese Fakten Rückschlüsse auf Einzelpersonen zulassen würden, unterlägen sie dem Datenschutz.

Keine Besuche bei den Großeltern!

Der Sprecher riet ausdrücklich von Ferienbesuchen bei den Großeltern ab. Das gelte für alle Schüler des Löcknitzer Gymnasiums. Über die sozialen Medien habe die Kreisverwaltung erfahren, dass sich so etwas zugetragen habe, sagte er und betonte, dass besonders ältere Menschen gefährdet seien.

Ob der Unterricht pünktlich zum Ferienende am Montag wieder aufgenommen werden kann, scheint weiterhin ungewiss. Das Gesundheitsamt und das staatliche Schulamt könnten sich über eine Wiederaufnahme des Unterrichts erst austauschen, wenn sämtliche die Testergebnisse vorliegen würden, sagte Froitzheim. Auf der Homepage des Gymnasiums veröffentlichte die Schulleitung am Mittwoch, dass am Sonntag aktuelle Informationen zum Schulstart von dieser Webseite zu entnehmen seien.

JETZT NEU: CORONA-UPDATE PER MAIL

Der tägliche Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Löcknitz

zur Homepage

Kommentare (1)

Wobei ich mir gerade die Frage stelle, welche Eltern haben denn der Testung zugestimmt?

Ich hoffe dass dieser Spuk bald ein Ende hat.