GLASFASERNETZ

Erste Privatkunden profitieren vom Turbo-Glasfasernetz

Es ist ein sehr ehrgeiziges Vorhaben: Im Rahmen des „UNSnet“-Projektes treiben die Stadtwerke Pasewalk den Breitbandausbau in der Kürassierstadt voran. Vom super-schnellen Glasfasernetz profitieren aber bisher nur einige wenige.
André Cyrol, Leiter des Kundencenters der Stadtwerke Pasewalk.
André Cyrol, Leiter des Kundencenters der Stadtwerke Pasewalk. Fred Lucius
Pasewalk.

Nach der Pasewalker Grundschule als ersten „Großkunden“ sind auch die ersten Privathaushalte an das super-schnelle Glasfasernetz der Pasewalker Stadtwerke angeschlossen. „Die ersten Bewohner sind innerhalb des ,UNSnet’-Projektes versorgt. Wir haben 92 zufriedene Kunden“, sagt André Cyrol, Leiter des Kundencenters der Stadtwerke.

Angeschlossen wurden nach seinen Angaben Einwohner in der Gesundbrunnenstraße und in den ersten Aufgängen von Wohnblocks in der Oststadt. In der Gesundbrunnenstraße habe es bislang eine schlechte Internet-Anbindung gegeben, außerdem habe hier ein großes Interesse an einem Anschluss an das Glasfasernetz bestanden. André Cyrol zufolge haben die Stadtwerke in diesem Jahr zehn Kilometer Leerrohr verlegt und drei Kilometer Glasfaserkabel “eingeblasen“. Gebaut wurden zudem zwei Querungen unter der Uecker sowie fünf Bahnquerungen.

Fehlende digitale Infratsruktur vertreibt Unternehmen

Im kommenden Jahr wollen die Stadtwerke André Cyrol zufolge weitere Teile der Innenstadt, der Oststadt, des Wohngebietes Am Volkskulturpark und das Gewerbegebiet Franzfelde erschließen. „Wir brauchen vernünftige Anbindungen auch für Firmen. Es wäre schade, wenn Unternehmen die Stadt verlassen, weil die digitale Infrastruktur nicht ausreicht. Im kommenden Jahr werden viele weitere Kilometer Tiefbau folgen“, meint der Leiter des Kundencenters, der sich für das Verständnis bei den Einwohnern wegen der Bauarbeiten bedankt. Errichtet wurden zudem die letzten beiden von sechs Anschluss- und Einspeisepunkten für das schnelle Internet (Points of Prensence/PoP) – in der Haußmannstraße und im Verbindungsweg. „Der Anschluss der ersten Kunden zeigt uns, dass das errichtete Netz funktioniert“, erklärt Cyrol. Sobald es Baumaßnahmen in der Stadt gebe, würden sich die Stadtwerke dort einklinken.

Bis 2024 soll Pasewalk mit Glasfasernetz erschlossen sein

Auch bei der Beseitigung von Havarien, etwa im Wassernetz, werde nach Möglichkeit gleich das Glasfaserkabel verlegt. Das sei zum Beispiel in diesem Jahr in der Bergstraße der Fall gewesen. Für ein komplettes Netz müssen rund 70 Kilometer verlegt werden. Ziel sei es, dass bis spätestens zum Jahr 2024 die Stadt mit Glasfaser erschlossen ist. Zu Verzögerungen beim Ausbau könne es kommen, wenn archäologische Untersuchungen notwendig werden. Der Ausbau werde dort beschleunigt vorangetrieben, wo sich mehrere Hauseigentümer oder Mieter eine Versorgung wünschen. „Den Qualitätssprung vom Kupfer- zum Glasfaserkabel merken die Kunden. Mit dem neuen Netz hat jeder seine eigene Leitung und muss sie nicht mehr mit dem Nachbar teilen“, sagt André Cyrol.

Die jetzt angeschlossenen Kunden hätten sich je nach Bedarf ganz unterschiedliche Bandbreiten ausgesucht. Einige seien mit einer kleinen Bandbreite froh über ein besseres Fernsehen, andere würden hohe Bandbreiten für Spiele im Internet nutzen. Die Stadtwerke investieren rund neun Millionen Euro in das Projekt UNSnet“.

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