Das Kalb wurde nur zwölf Stunden alt.
Das Kalb wurde nur zwölf Stunden alt. ZVG
Geschäftsführer Oswald Holke schaute wie üblich auch am Montag nach der Herde, in der das Unglück passierte. Waren die Tiere sonst ganz handzahm, merkte man ihnen noch die Angst und Unruhe an.
Geschäftsführer Oswald Holke schaute wie üblich auch am Montag nach der Herde, in der das Unglück passierte. Waren die Tiere sonst ganz handzahm, merkte man ihnen noch die Angst und Unruhe an. Rita Nitsch
Gerissenes Kalb

Es war wohl wieder der Wolf

Bisse am Hals, die Eingeweide herausgerissen. Der Vorfall geschah rund einen Kilometer von der Jugendbegegnungsstätte in Plöwen entfernt.
Plöwen

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist ein Kalb der Ökologischen Landwirte – Acker- und Grünlandbewirtschaftungs GmbH Plöwen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gerissen worden. Alles weise darauf hin, dass es ein Wolf war, sagt Geschäftsführer Oswald Holke. Bissschäden fanden sich am Hals. Die Eingeweide waren herausgerissen. Das Kalb wurde nur zwölf Stunden alt.

„Vermutlich haben sich zwei Wölfe an dem neugeborenen Tier zu schaffen gemacht“, sagt der Geschäftsführer. Doch das ist nicht der einzige Verlust, den das Unternehmen zu beklagen hat. Schon am 21. Juli ist ein Kalb einer anderen Herde gerissen worden. Wie beim ersten Mal wurde auch jetzt ein Wolfsgutachter herangezogen, um den Schaden aufzunehmen.

Und wenn es demnächst ein Kind trifft?

Oswald Holke macht sich darüber so seine Gedanken. Das Unglück geschah nur rund einen Kilometer von der Jugendbegegnungsstätte in Plöwen entfernt, in der Kinder ihre Ferien verbringen. „Es könnte schon tragisch werden, wenn bei einer Nachtwanderung zum Beispiel ein Kind zurückbleibt und ein Wolf irgendwo auf der Lauer liegt. Ist er auf Beute aus, dann nimmt er alles, was sich bewegt“, so Holke. „Ich bin keinesfalls ein Wolf-Hasser. Aber wenn Wölfe Nutztiere angreifen und vielleicht auch für Menschen gefährlich werden könnten, dann sollte man doch etwas tun, sagt Oswald Holke.

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