ZUCHT-WETTBEWERB

▶ Fast 900 Tiere auf Penkuner Geflügel-Schau

Von der Vogelgrippe noch keine Spur: Bei der Randow-Schau in Penkun stellten rund 80 Züchter etwa 870 Enten, Hühner, Zwerg-Hühner und Tauben aus. Und es wurde reichlich Geflügel verkauft. Auch weil mehr und mehr Menschen sich selbst mit Eiern versorgen wollen.
Der Penkuner Vereinsvorsitzende Henri Tews (links) lässt sich von Norbert Zillat eine Taube der Rasse Deutsche Langschn&a
Der Penkuner Vereinsvorsitzende Henri Tews (links) lässt sich von Norbert Zillat eine Taube der Rasse Deutsche Langschnäblige Tümmler Elstern zeigen. Für seine Tauben bekam er die Bewertung „Vorzüglich“. Fred Lucius
Gut zu tun hatte Gerd Hellwig, der gemeinsam mit Michael Kindt für den Verkauf von Tieren während der Ausstellung zu
Gut zu tun hatte Gerd Hellwig, der gemeinsam mit Michael Kindt für den Verkauf von Tieren während der Ausstellung zuständig war. Fred Lucius
Die Schau des Rassegeflügelzuchtvereins Penkun ist zum Jahresbeginn ein Zuschauermagnet.
Die Schau des Rassegeflügelzuchtvereins Penkun ist zum Jahresbeginn ein Zuschauermagnet. Fred Lucius
Mehr als 1000 Besucher kamen dieses Mal.
Mehr als 1000 Besucher kamen dieses Mal. Fred Lucius
Penkun.

Jana und René Kaiser kommen etwas zu spät. Das Ehepaar aus Schöneberg bei Angermünde wollte bei der Penkuner Rassegeflügel-Ausstellung in der Frühdeutschen Siedlung Hühner der Rasse Vorwerk kaufen. Doch gegen Mittag sind schon alle Vorwerker weg. Der Ansturm ist groß und zwischen all dem Geschnatter und Gegacker ahnt noch keiner, dass wenige Stunden später und einige Kilometer weiter die Vogelgrippe attestiert wird.

Der Trend geht zum eigenen Ei

Die Brandenburger entscheiden sich schließlich für Lakenfelder. „Die legen auch gut, ähnlich wie Vorwerker. Aber die muss man auch füttern können“, gibt Gerd Hellwig dem Paar mit auf den Weg. Er ist für den Verkauf zuständig. Und die beiden haben gut zu tun. „Früher habe ich das allein gemacht. Das ist jetzt nicht mehr zu schaffen“, erzählt Hellwig und befördert die beiden Lakenfelder Hühner in die Kiste, die das Ehepaar Kaiser mitgebracht hat. „Wir halten Hühner, weil wir fast nur unsere eigenen Eier essen. Und dafür reichen uns die sechs Tiere, die wir immer haben“, sagt René Kaiser.

[Video]

Mehr Besucher als Geflügel

Henri Tews, der Vorsitzende des Penkuner Rassegeflügelzuchtvereins, ist mit der Resonanz auf die Ausstellung, aber auch mit den präsentierten Tieren zufrieden. „Von 9 bis 11 Uhr am Sonnabend hatten wir schon 462 zahlende Besucher“, sagt der 67-Jährige. Am Ende der zweitägigen Schau, die als Kurt-Horn-Gedächtnis-Schau für den langjährigen Vereinsvorsitzenden deklariert war, werden es mehr als 1000 sein.

Im Vorfeld der Schau hatten die elf Preisrichter 23 Mal die Bewertung „Vorzüglich“ und 50 Mal das Prädikat „Hervorragend“ vergeben. In der langen Geschichte der Penkuner Ausstellung sei das ein gutes Ergebnis. „Wir haben 50 ausgestellte Enten, so viele wie noch nie. Große Hühner könnten es ein paar mehr sein. Stark ist auch wieder unsere Taubengruppe“, berichtet der Vereinschef. Der gut laufende Verkauf zeige, dass ausgestellte Tiere nicht nur von anderen Züchtern nachgefragt werden, sondern, dass auch immer mehr Selbstversorger Hühner oder Enten halten. „Wer ein Grundstück hat, hält sich heute oftmals wieder Tiere“, ist sich Tews sicher. Bei der Schau errang Michael Kindt aus Penkun für die besten fünf Jungtiere den Bürgermeisterpokal. Vereinswanderpokale gingen an Dietmar Kirchner (Groß- und Wassergeflügel/Bergholz), Henri Tews (Zwerghühner/Penkun) und Thoralf Zweigler (Tauben/Glasow).

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