Gartenabfälle dürfen auch im Oktober nicht verbrannt, sondern müssen kompostiert werden.
Gartenabfälle dürfen auch im Oktober nicht verbrannt, sondern müssen kompostiert werden. Symbolfoto: Christin Klose
Gartenabfälle

Feuer sind im Oktober verboten

Gartenabfälle müssen kompostiert werden, im eigenen Garten oder in einer Kompostieranlage. Auch im Oktober sind Gartenfeuer nur in absoluten Ausnahmefällen erlaubt.
Pasewalk

Ab dem 4. Oktober wird es in Löcknitzer, Penkuner, Strasburger und Pasewalker Gärten wieder qualmen – dabei ist das in fast allen Fällen verboten. Darauf weist der Landkreis Vorpommern-Greifswald hin.

Zwar lockere der Landkreis im März und Oktober das Verbot, aber nur in ganz wenigen Ausnahmefällen. „Die Verbrennung stellt in aller Regel eine unzulässige Form der Abfallbehandlung dar.“ In der Pflanzenabfallverordnung sei nämlich festgelegt, dass pflanzliche Abfälle auf dem Grundstück bleiben, verrotten oder in den Boden eingebracht werden müssen. Bei Gartenabfällen, die nicht im eigenen Garten kompostiert werden können, bleibe nur die Übergabe an eine Kompostieranlage oder den Wertstoffhof. Im Landkreis gebe es ein flächendeckendes Netz von Wertstoffhöfen, auf denen die Bürger einen Kubikmeter Pflanzenabfälle pro Werktag kostenfrei anliefern können. Gartenbesitzern werde so ein praktikabler Weg zur Übergabe der Gartenabfälle angeboten, die nicht verwertbar sind oder nicht verwertet werden sollen.

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Herbstlaubaktionen in Pasewalk

Im Herbst bieten manche Städte Zusatzaktionen an, um Gartenbesitzern die Entsorgung von Laub zu erleichtern – so auch Pasewalk. Am 5. und am 11. November können Blätter zusätzlich zu den vorhandenen Annahmestellen in der Dargitzer Straße, am Lindenbad und an der Alten Feuerwehr in der Grabenstraße abgegeben werden.

Wer trotz aller Alternativen Flammen für unverzichtbar hält, dem spiele eine Ausnahmeregelung aus dem Jahr 2001 in die Karten. Nur dann dürften Pflanzenteile verbrannt werden, wenn es unmöglich oder unzumutbar ist, sie zu kompostieren oder zum Annahmehof zu bringen. Wer ein Grundstück besitzt, das groß genug ist für einen oder mehrere Komposthaufen oder imstande ist, zu einem Wertstoffhof zu fahren, dürfe hingegen niemals Pflanzenabfälle ins Feuer werfen, auch nicht im Oktober. Damit fehle im Regelfall mindestens eine der beiden Voraussetzungen für eine Ausnahmegenehmigung.

Todesfalle für Wildtiere

Was auch nicht jeder weiß: Jedes Gartenfeuer muss bei der Gemeinde und der Feuerwehr angemeldet werden. „Jegliches offene Feuer unterliegt dem Brandschutz.“

Auch der Naturschutzbund Deutschland rät davon ab, Gartenabfälle zu verbrennen. Zum einen würden Schadstoffe freigesetzt, zum anderen würden Igel, Kröten, Vögel, Mäuse, Insekten, Spinnen und Schnecken in Lebensgefahr gebracht, sogar getötet. Ältere Reisighaufen sollten gar nicht angefasst werden. Zu groß sei die Wahrscheinlichkeit, dass Tiere darin wohnen. Doch auch frische Haufen aus Pflanzenresten sollten unmittelbar vor dem Verbrennen erneut umgeschichtet werden – „damit das Feuer nicht zur Todesfalle für Kleintiere wird“.

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