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Fischsterben in der Randow

Die ersten Meldungen über das Fischsterben in der Randow gingen Mitte der vergangenen Woche beim Landesanglerverband ein.
Die ersten Meldungen über das Fischsterben in der Randow gingen Mitte der vergangenen Woche beim Landesanglerverband ein.
Foto: Rainer Marten

Seit Tagen treiben in der Randow sterbende und tote Fische. Ein ungewöhnlicher Fakt angesichts des vielen Regens, der in den vergangenen Tagen für frisches Wasser gesorgt hat. Aber genau darin vermutet Fischereiaufseher Erwin Behm die Ursache des großen Sterbens.

Am Stau Peterswalde der Randow offenbart sich das ganz Elend: Die Fischkadaver, mit dem Bauch nach oben treibend, sammeln sich dort, wo das ohnehin sehr ruhige Wasser der Randow fast zum Stehen kommt. „Am Freitag war das noch schlimmer. Viele Kadaver sind bereits zum Grund gesunken und verrotten jetzt dort”, sagt Erwin Behm.

Der Fischerreiaufseher des Landes wurde er am Freitag das erste Mal in die Spur geschickt, um dort Hinweisen von Bürgern zu einem Fischsterben nachzugehen. „Man hat die Wasserstände einfach zu hoch steigen lassen; Regen und Grundwasser haben alle Nährstoffe im Boden, alle Ausscheidungen der Tiere aufgeschwemmt, die sich jetzt in der Randow konzentrieren und für die Fische einfach zu viel werden”, mutmaßt Behm. Aus der Sicht des Fischereiaufsehers gehören die Verantwortlichen, begonnen beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Natur, dem Kreisumweltamt über die Gemeinden bis hin zu den Landwirtschaftsbetrieben an einen Tisch. „Es muss einfach schneller reagiert werden, wenn sich andeutet, dass der Wasserstand der Randow steigt”, sagt er.