KATZE WIRD „VERHAFTET”

Flauschige „Festnahme” durch Pasewalker Polizei

Eine Pasewalkerin wurde von einer großen, grauen Katze verfolgt. Die besorgte Bürgerin lockte das zutrauliche Tier zur Polizeiwache, wo es für die Nacht auch gleich „einkassiert” wurde.
Bis ihre Besitzer sie abholten, kümmerten sich die Beamten liebevoll um die große, zutrauliche Waldkatze. Auf diese
Bis ihre Besitzer sie abholten, kümmerten sich die Beamten liebevoll um die große, zutrauliche Waldkatze. Auf diesem Stuhl verbrachte Waldkatzendame Bekka die Nacht auf der Pasewalker Wache. ZVG/Polizei/NK-Montage
Pasewalk.

Da staunte eine Pasewalkerin Ende vergangener Woche nicht schlecht, als sie beim Gang durch die Stadt beharrlich von einer großen, grauen Waldkatze verfolgt wurde. Weil kein Besitzer zu sehen war und sich das Tier auch sonst keinem zuordnen ließ, ging die Passantin zur Polizei, um den tierischen Ausreißer zu melden. Der zutrauliche Vierbeiner folgte ihr problemlos bis zur Wache, wo er dann von den Beamten in Empfang genommen wurde.

Polizei setzt auf „Facebook-Fahndung”

Die diensthabenden Polizisten kümmerten sich, laut Polizeisprecher Andrej Krosse, fürsorglich um das Tier. „Nachdem die Kollegen die Katze ins Revier nahmen, hatten sie aus privatem Bestand eine Katzentoilette mit Streu und Trockenfutter sowie eine Transportbox besorgt.” Mittels „Facebook-Fahndung” versuchten die Beamten dann, so schnell wie möglich den Besitzer ausfindig zu machen.

Es stellte sich heraus, dass die Katzenhalterin im Urlaub war und ihre Mutter Renate B. in dieser Zeit auf Bekka, so der Name der Samtpfote, aufpasste. Bekka sei es gewohnt, Freigang zu haben, so B.. „Für gewöhnlich ist sie circa eine Stunde draußen, dann kommt sie wieder. Nur an diesem Abend muss sie sich entschlossen haben noch mal loszugehen, weil bei meiner Tochter ja keiner da war und sie niemand rein gelassen hat.”

Besorgt benachrichtigte Renate B.ihre Tochter und auch ihre Enkelin, dass Bekka nicht von ihrem Freigang zurückgekehrt sei. „In dieser Nacht habe ich nicht geschlafen, weil ich mir solche Sorgen gemacht habe”, erzählt sie. Glücklicherweise habe ihre Enkelin dann am nächsten Tag den Facebook-Post gesehen und sie benachrichtigt.

Die zehnjährige Katzendame „Bekka” ist froh und munter

Eine Nacht musste Katzendame Bekka also auf dem Pasewalker Polizeirevier verbringen. „Als ich sie dann Samstagmorgen abgeholt habe, lag sie auf einem Stuhl in der Wache und hat miaut, als sie mich gesehen hat”, so Renate B.. Mittlerweile sind die zehnjährige Waldkatze, die laut B. froh und munter sei, und ihre Besitzerin, die am Sonntag aus dem Urlaub zurück kam, wieder vereint. Auch die Beamten, die Bekka in Obhut nahmen, freuen sich, dass die Besitzerin schnell gefunden werden konnte.

Das die Polizei Hinweise bekomme, dass ein herrenloser Hund oder eine herrenlose Katze umherlaufe, komme nicht selten vor, so Andrej Krosse. „In erster Linie kümmern sich die Ordnungsbehörden in solchen Fällen um die Tiere. Wir kommen nur dann zum Einsatz, wenn die Behörden unsere Unterstützung benötigen oder außerhalb derer Dienstzeiten.” Der Fall Bekka sei insofern ein außergewöhnlicher Einsatz gewesen, weil die Beamten mit solchen Katzen eher selten zu tun hätten und es eher selten sei, dass Tiere in eine Polizeidienststelle gebracht werden, so der Polizeisprecher.

 

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Kommentare (1)

ach wie niedlich - schön, dass sich die Beamten der Mieze angenommen haben