VERSICHERUNGSBETRUG

Frau warnt vor Trick mit provozierten Auto-Unfällen

Eine Einwohnerin aus Ramin hat Erfahrungen mit einem provozierten Unfall sammeln müssen. Sie warnt vor der Betrugsmasche.
Provozierte Unfälle sind in großen Städten eine beliebte Masche, um bei Versicherungen zu kassieren.
In der Vergangenheit traten vor allem in den großen Städten provozierte Unfälle auf, um den Schadensausgleich von der Versicherung zu kassieren. Foto: Archiv: Wüsteneck Bernd Wüstneck
Pasewalk.

Soll diese Betrugsmasche jetzt auch die Uecker-Randow-Region erreicht haben? Irmtraud E., eine Einwohnerin der Gemeinde Ramin, ist überzeugt davon: „In der Presse wurde ja schon viel über den ‚Enkeltrick‘ berichtet und davor gewarnt. Jetzt ist ein sehr alter Betrügertrick, den man eigentlich nur aus großen Städten kennt, bei uns in Vorpommern-Greifswald angekommen“, schreibt sie – aus eigener Erfahrung.

Dabei werden Autofahrer zu Opfern skrupelloser Betrüger. Es geht, so die Raminerin, um vorsätzlich herbeigeführte sogenannte provozierte Verkehrsunfälle, bei denen ein ahnungsloses Opfer zum Schuldigen wird. Die Verfahrensweise sei dabei sehr simpel. Ein beschädigtes Fahrzeug werde auf einem Parkplatz platziert und sich dann ein Opfer ausgesucht. Parkt der Betreffende zum Beispiel sein Fahrzeug aus und achtet nicht auf den Verkehrsfluss, lassen die Betrüger es krachen. Über die dann eingeleitete Schadensregulierung werde abkassiert.

Polizei rät zur Vorsicht

Eine Nachfrage bei der Polizeiinspektion Anklam ergab, dass in der jüngeren Zeit solche provozierten Unfälle zumindest nicht nachgewiesen werden konnten. „Wie bei allen andern Betrugsmaschen kann es hier natürlich eine Dunkelziffer geben, weil Betroffene ihren Verdacht nicht angezeigt haben“, sagte die Sprecherin der Polizeiinspektion Anklam, Katrin Kleedehn. Sie rät, bei einem Verdacht auf einen Betrug, unabhängig davon, ober er auf der Straße oder bei Internetgeschäften entsteht, generell zur Polizei zu gehen, um den Sachverhalt abzuklären.

Pasewalks Versicherer haben mit dem Phänomen offenbar auch noch nicht wirklich zu tun. Bei der Mecklenburgischen Versicherung hieß es unter anderem, dass derartige Fälle in der Region nicht bekannt geworden seien. Die Fälle, die bearbeitet werden, seien durchgehend „echte Fälle“.

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