125.000 EURO

Geld aus Schwerin für „Schloss” Bröllin

Eine Förderzusage in Millionenhöhe hatte der Brölliner Schloss-Verein Ende 2019 erhalten. Jetzt steht auch die Kofinanzierung. Dabei greift auch das Land tief in die Tasche.
Kultusministerin Bettina Martin (SPD) übergab an Peter Legemann, Vorstandmitglied des Vereins Schloss Bröllin, den Z
Kultusministerin Bettina Martin (SPD) übergab an Peter Legemann, Vorstandmitglied des Vereins Schloss Bröllin, den Zuwendungsbescheid in Höhe von 125.000 Euro aus dem Ministerium. Fred Lucius
„Schloss” Bröllin liegt in der Gemeinde Fahrendwalde. Seit 1992 ist der Verein auf dem Gutshof tätig.
„Schloss” Bröllin liegt in der Gemeinde Fahrendwalde. Seit 1992 ist der Verein auf dem Gutshof tätig. NK-Archiv/Rainer Marten
Bröllin.

Ideen für ein Projekt zu haben, ist das eine. Sie mit geeigneten und motivierten Mitarbeitern umzusetzen, das andere. „Das A und O sind die Leute. Und die müssen auch bezahlt werden“, sagt Peter Legemann vom Verein Schloss Bröllin. Für das Trafo-Projekt haben Peter Legemann und seine Mitstreiter jetzt diese Gewissheit – die Kofinanzierung steht.

Über 310.000 Euro Fördermittel und Spenden

Kultusministerin Bettina Martin (SPD) übergab jetzt an den Verein für das bis 2023 laufende Projekt einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 125.000 Euro aus ihrem Ministerium. Weitere 100.000 Euro fließen aus dem Vorpommern-Fonds. Der Landkreis und die Ostdeutsche Sparkassen-Stiftung steuern 62.000 beziehungsweise 25.000 Euro bei. Der Brölliner Verein bringt Eigenmittel in Höhe von 8.000 Euro in diesem Zeitraum auf.

Der Schloss-Verein hatte Ende 2019 die Zusage für das Trafo-Projekt erhalten. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, bei der Modelle für Kultur im Wandel und spezielle kulturelle Initiativen in ländlichen Räumen unterstützt werden. Die unter 18 Bewerbern ausgewählten sieben Gewinner erhalten bis 2023 jeweils 1,25 Millionen Euro. „Mit den Geldern aller Partner wird etwas Tolles für die Region entstehen. Es ist ein schönes Gemeinschaftsprojekt, bei dem der Verein die Nachbarschaft einbindet“, sagt Bettina Martin.

Dahlemann: Schloss-Verein Bröllin ein Leuchtturm

Schon in der Vorbereitung des Förderantrages habe der Schloss-Verein viele Partner gehabt. Er habe nicht geglaubt, dass die Kofinanzierung so schnell zusammenkomme, erklärt Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD). Die 100.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds seien eine der größten Summen aus dem Fördertopf für Projekte. Bröllin mit dem Schloss-Verein, der es anfangs mit Akzeptanzproblemen schwer hatte, sei mittlerweile ein Leuchtturm, so Dahlemann.

Bei dem Programm Trafo handelt es sich nicht um klassische Kulturförderung, vielmehr sollen damit Anstöße für Veränderungsprozesse gegeben werden, erklärt Programmleiter Samo Darian. Mit dem Programm würden Regionen dabei unterstützt, ihre Kulturinstitutionen für neue Aufgaben zu öffnen.

„Kulturlandbüro” in Brölin geplant

Bei dem Vorhaben „Kulturland Uecker-Randow verbindet“ weitet der Schloss-Verein Peter Legemann zufolge seine Künstlerresidenzen auf andere Dörfer und Städte aus und arbeitet damit stärker regional. Mit dem Landkreis werde zudem in Bröllin ein Kulturlandbüro eingerichtet, das Künstler, Kultur-Initiativen, Vereine und Verwaltungen bei der Umsetzung von künstlerischen Vorhaben und Veranstaltungen unterstützt. Darüber hinaus solle ein reisendes Kulturzelt Programme in die Region bringen, so Legemann, derzeit noch Leiter des Trafo-Programms in Bröllin.

Nach Angaben des Vorstandsmitgliedes befinde sich bei Trafo jetzt in der Teambildungsphase. Für die Teams und die Leitung seien Stellen ausgeschrieben worden. In den vergangenen Monaten seien zu-dem konzeptionelle Fragen und Teamstrukturen besprochen sowie Ziele des Programms definiert worden. Partner für das Programm gebe es unter anderem in Torgelow, Ahlbeck, Strasburg und Eggesin.

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