Der Rollwitzer Gemeindevertreter Heiko Schulz engagiert sich bei den LandRettern. Er ist nun außerdem für die Defib
Der Rollwitzer Gemeindevertreter Heiko Schulz engagiert sich bei den LandRettern. Er ist nun außerdem für die Defibrillatoren in der Gemeinde zuständig. Foto: Johanna Horak Johanna Horak
Die Gemeinde Rollwitz mit ihren Ortsteilen Damerow, Schmarsow, Schmarsow Ausbau und Züsedom besitzt jetzt fünf Defib
Die Gemeinde Rollwitz mit ihren Ortsteilen Damerow, Schmarsow, Schmarsow Ausbau und Züsedom besitzt jetzt fünf Defibrillatoren. Initiiert wurde die Anschaffung der Geräte von Gemeindevertreter Jürgen Ohls (Dritter von links). Gemeindevertreter Heiko Schulz (links) ist für die Geräte zuständig. Johanna Horak
Erste Hilfe

Gemeinde Rollwitz hat jetzt kleine Lebensretter

Alle fünf Ortsteile sind jetzt mit Defibrillatoren ausgestattet. Mit den unscheinbaren Geräten können sogar Laien Leben retten.
Rollwitz

Es ist ein kleiner Kasten, der jetzt an der Fassade des Rollwitzer Gemeindehauses angebracht wurde. Doch diese unscheinbare Box kann Leben retten, denn in ihr verbirgt sich ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED). Neben dem Dorf Rollwitz haben auch die zur Gemeinde gehörenden Ortsteile Damerow, Schmarsow, Schmarsow Ausbau und Züsedom jeweils einen dieser kleinen Lebensretter erhalten.

„Es hat ein bisschen gedauert, aber ich finde, es hat sich gelohnt“, sagte Bürgermeister René Thom bei der offiziellen Übergabe der Geräte. Es sei schön, dass die Gemeinde nun solche Geräte besitze, aber es sei natürlich auch schön, wenn man sie in Zukunft nicht brauche, ergänzte er.

Gemeindevertreter ist auch LandRetter

Die Anschaffung der Defibrillatoren hatte der Gemeindevertreter Jürgen Ohls in die Wege geleitet. Verantwortlich für die Wartung und Instandhaltung der fünf Geräte in der Gemeinde ist Heiko Schulz, ebenfalls Gemeindevertreter und „LandRetter“. LandRetter sind medizinisch qualifizierte Bürgerinnen und Bürger, die speziell in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult wurden und die sich die „LandRetter“-App auf ihr Smartphone geladen haben. Geht bei der Rettungsleitstelle ein Notruf wegen einer nicht ansprechbaren Person ein, kann diese über die App einen in der Nähe befindlichen Ersthelfer alarmieren.

Plötzlicher Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen

Die neuen Geräte sollen künftig dann zum Einsatz kommen, wenn ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand eintritt. Denn der plötzliche Herztod zählt zu einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Bei gut der Hälfte der Patienten, die an einem plötzlichen Herztod versterben, lag laut Bundesministerium für Bildung und Forschung zuvor ein Kammerflimmern vor. Bei dieser Herzrhythmusstörung zähle jede Sekunde, und selbst Laien könnten bereits effektive Erste Hilfe leisten und damit das Leben des Patienten retten.

Bürgermeister empfiehlt allen Gemeinde die Anschaffung

Möglich ist das mit dem Defibrillator, der bei der Laienreanimation nicht nur wichtige Hinweise gibt, sondern auch das Kammerflimmern unterbrechen kann. „Man braucht keine Angst vor der Anwendung zu haben, denn das Gerät gibt genaue Anweisungen, was zu tun ist, und es erkennt, ob das Defibrillieren überhaupt nötig ist“, sagte der Bürgermeister. Man könne also nichts falsch machen, und er könne deshalb auch nicht zweckentfremdet werden.

Bürgermeister René Thom hofft, dass sich möglichst viele Gemeinden anschließen und sich ebenfalls um eine Anschaffung der kleinen Lebensretter kümmern. „Ich kann es nur empfehlen, denn die Anschaffung wird zum Großteil gefördert und ist somit nur ein kleiner Haushaltsaufwand“, betonte er.

 

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