DIE ERNTE HAT BEGONNEN

Gerste-Ertrag lässt Bauern aufatmen

Auch wenn der Regen am Mittwoch die Arbeiten an einigen Orten unterbrach – auf den Feldern geht es jetzt Schlag auf Schlag. Die Ernte von Gerste läuft und ist in einigen Betrieb schon abgeschlossen. Und mit den Ergebnissen sind die Landwirte durchaus zufrieden.
Fred Lucius Fred Lucius
Kein seltenes Bild mehr in diesen Tagen: Auf Hochtouren läuft wie hier bei der GbR Reim, Sperling, Gühlke zwischen Schwennenz und Ladenthin vielerorts die Ernte der Gerste. Mit den ersten Ergebnissen sind die Landwirte zufrieden.
Kein seltenes Bild mehr in diesen Tagen: Auf Hochtouren läuft wie hier bei der GbR Reim, Sperling, Gühlke zwischen Schwennenz und Ladenthin vielerorts die Ernte der Gerste. Mit den ersten Ergebnissen sind die Landwirte zufrieden. Fred Lucius
Uecker-Randow.

Holger Markhoff kann einen Haken setzen: Die Gerste haben die Mitarbeiter der Nadrenseer Agrar GmbH vom Feld. „Nach einem Probedrusch am Mittwoch vor einer Woche haben wird sechs Tage gebraucht“, sagt der Geschäftsführer. Die Betriebe im Raum Penkun und Löcknitz sind nach seinen Worten bereits zu DDR-Zeiten wegen der leichten Börden schon immer früh in die Ernte gestartet. Auf 440 der insgesamt 2000 Hektar hat der Nadrenseer Landwirtschaftsbetrieb Gerste angebaut. Geerntet wurde mit drei eigenen Mähdreschern sowie einer gemieteten Maschine vom Landmaschinenhändler Titan Machinery aus Rollwitz.

Ertrag über dem langjährigen Durchschnitt

Und mit dem Ergebnis ist Holger Markhoff durchaus zufrieden. Der Ertrag liege über dem langjährigen Durchschnitt von 64 Dezitonnen je Hektar. Etwas über 70 Dezitonnen seien diesmal geerntet worden. Kein Vergleich zum Katastrophenjahr 2018, wie der Landwirt hinzufügt. Vor einem Jahr seien es nicht einmal 40 Dezitonnen gewesen.

Die Preise sind aber im Keller

„Dass wir diesmal leicht über dem Durchschnitt liegen, war nicht zu erwarten gewesen. Der Regen kam für die Gerste gerade noch rechtzeitig“, sagt der Nadrenseer. Etwa 60 Prozent der Ernte seien über Vorkontrakte bereits vermarktet. Die Preise bei solchen Vertragsabschlüssen seien meist besser als zur Ernte selbst. Aktuell würden rund 140 Euro je Dezitonne gezahlt, ein Tiefstwert. Mit der leicht überdurchschnittlichen Ernte könne dieses Preistief nicht ausgeglichen werden. Als Grund für die niedrigen Getreidepreise nannte er die Angebote aus Russland, der Ukraine und Polen. Wie die Ernte bei den anderen Kulturen ausfallen wird, sei schwer einzuschätzen. Als Nächstes stehe die Raps-ernte an. „Entwender man freut sich oder man ist total enttäuscht. Vom Auge her jedenfalls sieht der Raps besser aus als im vergangenen Jahr“, sagt Holger Markhoff.

 

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