UNGEWÖHNLICHE SPD-IDEE

Gibt es in Pasewalk bald ein Rainer-Dambach-Haus?

Mit einem ungewöhnlichen Antrag wollen Pasewalks Sozialdemokraten Ende des Monats die Stadtvertreter überraschen: Das Haus Am Markt 12 soll nach seiner Einweihung als Bürgerhaus Rainer-Dambach-Haus heißen. Denn der viel zu früh verstorbene Bürgermeister hat sehr für das Kleinod gekämpft.
Angela Stegemann Angela Stegemann
Wenn es nach der SPD geht, heißt das Gebäude Am Markt 12 nach seiner Einweihung Rainer-Dambach-Haus.
Wenn es nach der SPD geht, heißt das Gebäude Am Markt 12 nach seiner Einweihung Rainer-Dambach-Haus. Angela Stegemann
Pasewalk.

Inzwischen verhindert ein Bauzaun den Zutritt zu Pasewalks Haus Am Markt 12. Die Fenster stehen weit offen. Aus dem Inneren dringt der Lärm des Presslufthammers. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude wird seit Mitte August zu einem Bürgerhaus umgebaut. Im nächsten Jahr sollen dort das Standesamt, die Stadtinformation, eine Gaststätte und vielleicht ein gemeinsames Bürgerbüro mit dem Amt Uecker-Randow-Tal einziehen. Die zum Umbau des Hauses nötigen Abbrucharbeiten sind erledigt, jetzt wird gemauert, sagt Pasewalks Bauamtsleiterin Monika Hänsel. Nur der Treppenturm entsteht nicht wie ursprünglich geplant aus Stahl und Glas, sondern wird gemauert.

Während sich viele Pasewalker freuen, dass in das seit 2001 leerstehende Haus endlich wieder Leben einziehen soll, bereitet die SPD für die Stadtvertretertagung am 25. September einen recht ungewöhnlichen Antrag vor. Die Sozialdemokraten möchten gern, dass das Haus bei seiner Einweihung im nächsten Jahr den Namen des im November des Vorjahres verstorbenen Bürgermeisters Rainer Dambach erhält. „Es ist ihm zu verdanken, dass dieses Kleinod erhalten bleiben konnte. Er hat sehr viel Kraft und Zeit darauf verwendet, dass dieses Haus nicht von einem privaten Investor gekauft wurde, sondern für die Öffentlichkeit erhalten und nutzbar wird“, begründet Fraktionschef Michael Ammon das Ansinnen. Für die Sanierung des Hauses habe Rainer Dambach gekämpft und  sich gegen erhebliche Widerstände (auch aus den Reihen der Stadtvertreter) zur Wehr gesetzt, in Schwerin verhandelt und Fördergelder in erheblicher Höhe eingeworben. „Es darf daher nicht vergessen werden, wem dieser Dank hierfür gebührt“, sagt Michael Ammon.

Zur Erinnerung: Vor dem Leerstand brannte es im Haus. 2007 kaufte die Stadt es, nachdem die Bundesanstalt für Immobilien es zum Verkauf ausgeschrieben hatte. 2010 gab es Mittel für die Sanierung der Hausfassade. Zum Innenausbau reichte es aber nicht.

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