Die Trümmerkugel steht seit 2009  in Pasewalk als Mahnmal gegen den Krieg und Zeichen der Städtepartnerschaft mit Police.
Die Trümmerkugel steht seit 2009 in Pasewalk als Mahnmal gegen den Krieg und Zeichen der Städtepartnerschaft mit Police. Jörg Foetzke
Im Inneren ist die Trümmerkugel mit Graffiti beschmiert, und es riecht ziemlich streng nach Urin.
Im Inneren ist die Trümmerkugel mit Graffiti beschmiert, und es riecht ziemlich streng nach Urin. Jörg Foetzke
Stinkendes Denkmal

Graffiti und Urin: Vandalen schänden Trümmerkugel

Die Trümmerkugel in Pasewalk ist ein echtes Denkmal-Unikat. Doch das hält Randalierer nicht ab, sie mit Graffiti zu beschmieren und gar im Inneren zu urinieren.
Pasewalk

Die Trümmerkugel „Pasewalk –Police – Phoenix“ wurde 2009 vom schweizerisch-kanadischen Installationskünstler Ernest Daetwyler innerhalb eines grenzüberschreitenden Projektes zwischen der Stadt Pasewalk und der polnischen Partnergemeinde Police geschaffen. Daetwyler verarbeitete rund 30 Tonnen Trümmer aus dem Zweiten Weltkrieg aus beiden Orten. Er sagte, er habe aus den Fragmenten von Krieg und Gewalt eine Skulptur schaffen wollen, die einen Neuanfang symbolisiert.

Dies war Graffiti-Sprayern, die im Inneren der Kugel aktiv geworden sind, offenbar völlig egal. Und bei einer Visite vor Ort am Freitag fiel auch der strenge Geruch auf. Kein Zweifel, das Symbol der Freundschaft zwischen Pasewalk und Police ist als Toilette missbraucht worden.

Im Pasewalker Rathaus gibt man sich betroffen. Die stellvertretende Bürgermeisterin und Ordnungsamtschefin Diana Vahl will gleich in den nächsten Tagen den technischen Dienst der Stadtverwaltung aktivieren, der das Denkmal dann wieder auf Vordermann bringen soll. Diana Vahl appelliert jedoch auch an die Pasewalker, selbst auf Ordnung und Sauberkeit zu achten.

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