Unerlaubt eingereist

„Großschleuser” entpuppt sich als Arbeiter für den Swinetunnel

Erst vermeldete die Bundespolizei eine verhinderte Großschleusung auf der A11, wenig später stand dann aber fest: Es handelte sich um Arbeiter, die unerlaubt eingereist waren.
Pomellen

Die Insassen dreier Autos, die die Bundespolizei am Dienstagabend bei der unerlaubten Einreise erwischt hatte, sind Arbeiter und ihre Familien. Das haben umfangreiche Ermittlungen ergeben, wie die Bundespolitei am Mittwoch mitteilte. „Der Verdacht einer Großschleusung konnte ausgeräumt werden”, hieß es in einer Mitteilung.

Fähre fuhr am Abend nicht

Bei den neun Personen handelt es sich um Arbeiter und deren Familienangehörige, die bei einer Firma in Swinemünde beschäftigt sind. Diese Firma ist beim Großprojekt „Tunnel unter der Swine” beteiligt. Da die Fähre über die Swine am Dienstagabend nicht gefahren war, wollten die Arbeiter auf dem Landweg über Deutschland nach Swinemünde. „Warum sich ein Fahrzeug der Kontrolle entzog, konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden”, teilte die Bundespolizei mit. Vermutlich wusste der Fahrer, dass er unerlaubt nach Deutschland eingereist war. Ein weiterer Kraftfahrer besitzt keinen Führerschein. Er hatte den Beamten eine Totalfälschung vorgelegt. Der Mann muss sich jetzt wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Gegen alle Personen wurde Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz erstattet. Nach Abschluss der Ermittlungen können sie auf dem kürzesten Weg aus Deutschland nach Polen ausreisen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Pomellen

zur Homepage