FÜRSORGLICHE ERSATZMAMA

Hündin rettet Katzenbaby

Wir haben unsere Leser gebeten, uns die schönsten Bilder und Geschichten von ihren Hunden zu schicken. Unsere Leserin Petra Dreblow aus Krugsdorf hat die Geschichte um ihre Hundedame Emma und den verwaisten Kater Purzel aufgeschrieben.
Petra Dreblow Petra Dreblow
Hundedame Emma und Kater Purzel sind seit Kurzem ein unzertrennliches Paar. Die Hündin zieht derzeit die Katze auf.
Hundedame Emma und Kater Purzel sind seit Kurzem ein unzertrennliches Paar. Die Hündin zieht derzeit die Katze auf. Petra Dreblow
Hundedame Emma und Kater Purzel sind seit kurzem ein unzertrennliches Paar. Die Hündin zieht derzeit die Katze auf.
Hundedame Emma und Kater Purzel sind seit kurzem ein unzertrennliches Paar. Die Hündin zieht derzeit die Katze auf. Petra Dreblow
Krugsdorf.

Eines unserer Haustiere ist die dreijährige Hündin Emma. Emma lebt auf einem Bauernhof gemeinsam mit Hühnern, Enten und Gänsen. Vor Kurzem erhielten wir einen SOS-Anruf, ob wir zwei ganz kleine Kätzchen, wohl gerade zwei Wochen alt, aufnehmen könnten. Die Katzenmutter lag überfahren am Straßenrand, die Katzenbabys im Straßengraben. Wer könnte in so einem Fall schon Nein sagen?

Leider war eines der Katzenbabys schon so geschwächt, dass es nicht überlebte. Der kleine „Purzel“ aber hatte Glück. So bekam er alle zwei Stunden einen Schluck Milchnahrung aus der Nuckelflasche. Vorsichtig hielten wir den kleinen Purzel-Kater unserer Emma unter die Nase. Unsicher, wie die Hündin wohl auf den neuen Mitbewohner reagieren würde. Schließlich ist sie ja ein Wachhund und soll Haus und Hof gegen ungewollten Besuch beschützen.

Hündin kümmert sich täglich um Katze

Zu unserem Erstaunen legte sich unsere Hündin nach dem ersten Beschnuppern sofort in Position, um dem Katzenbaby den Weg zu den Zitzen freizugeben. Woher wusste die Hündin, was so ein Baby braucht und sucht? Sie hatte doch noch nie Welpen. Zum Leidwesen des kleinen Katers blieben die Zitzen aber trocken. Von nun an kümmerte sich die Hündin täglich um den Katzennachwuchs. Sie leckte es sauber, schlief und kuschelte mit ihm, trug es vorsichtig in der Schnauze von einem Ort zum anderen. Einfach so, als wäre es das Normalste der Welt.

Nach circa zwei Wochen wunderten wir uns, dass das Kätzchen nicht mehr so gierig das Milchfläschchen leerte und trotzdem einen kullerrunden Bauch hatte. Was war nur los? Wollte es doch noch den Lebenskampf aufgeben? Dabei sah es doch so gesund aus und spielte den ganzen Tag mit der Hündin. Dann sahen wir den Grund des „nicht hungrig Seins“. Durch das ständige Nuckeln an den Zitzen hatte sich Milch gebildet und der Hund ist scheinträchtig. Nun säugt die Hundemutter Emma das Katzenbaby Purzel. Beide sind seitdem unzertrennlich. Bleibt zu hoffen, dass Purzel später nicht Wauwau sagt und Emma nicht mit auf Mäusejagd geht. Das ist wahre Tierliebe.

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