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„Schwarzseher“ und Verweigerer

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Hunderte zahlen den Rundfunkbeitrag nicht

Der Rundfunkbeitrag wird in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers diskutiert (Symbolbild).
Der Rundfunkbeitrag wird in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers diskutiert (Symbolbild).
Paul Zinken

Ein Haushalt, ein Rundfunkbeitrag. Was sich 2013 so einfach anhörte, ist es offenbar nicht. Hunderte „Schwarzseher” und Beitragsverweigerer lassen den Amtsschimmel kräftig wiehern. Denn vollstrecken müssen die örtlichen Behörden.

Nicht mehr pro Gerät, sondern pro Haushalt wird seit drei Jahren der Rundfunkbeitrag in Höhe von monatlich 17,50 Euro eingezogen. Wenn jemand ein „Schwarzseher“ oder Beitragsverweigerer ist, werden Außenstände angemahnt – und wenn sie sich summiert haben, vollstreckt.

Der NDR Beitragsservice bedient sich dazu der Vollstreckungsbehörde in den Amts- oder Stadtverwaltungen. 2015 landeten im Amt Uecker-Randow-Tal 109 Vollstreckungsaufträge, ein Jahr später waren es 78. Rund 20.500 Euro sollten 2016 eingetrieben werden. Bis zum Jahresende flossen rund 8300 Euro. „Wir kümmern uns um jeden Fall. Das bedeutet auch, dass wir zum Beispiel hinterfragen, ob der Schuldner vom Beitrag befreit ist, weil er Hartz IV-Empfänger ist,“ sagt Sabine Schmidt vom Amt Uecker-Randow-Tal. Vereinbart würden auch Ratenzahlungen.

Dass der Rundfunkbeitrag in Größenordnungen nicht gezahlt wird, zeigt die Nachfrage in weiteren Verwaltungen:

Amt Löcknitz-Penkun: 142 offene Fälle (49.500 Euro)
Pasewalk: 176 offene Fälle (59.400 Euro)
Strasburg: 138 offene Fälle (43.450 Euro)

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Kommentare (5)

Ich finde es schon vom Staat maßlos,dass er den Bürgern für das Staatsfernsehen Zwangsgelder abknöpft. Für diese Anstalten,ist das Wort sparen noch immer ein Fremdwort. Was wäre,wenn sich alle Bürger verweigern würden ? Jetzt vor der Bundestagswahl,wäre das ein prima Druckmittel.

Das schlimme daran ist doch das wir Deppen uns alles gefallen lassen solange wir uns jeden Tag den Bauch noch vollfressen (sorry) können ist alles okay

Dem Kommentar von peter.schubert3 kann ich mich vollständig anschließen. Es ist eine Unverschämtheit, für Fernsehprogramme Geld zu verlangen, es zwangsweise sogar durch Vollstreckung beizutreiben, eine miese Programmqualität mit unzähligen Wiederholungen von Uralt-Sendungen herzustellen und die zwangsweise erhobenen "Beiträge" im Gegensatz zu allen öffentlichen Beteuerungen nicht zur Verbesserung der Programmqualität, sondern weit überwiegend für die Finanzierung von Abfindungen und der Auffüllung von Pensionskassen für Intendanten und andere Vorstandsmitglieder einzusetzen. Wie komme ich dazu, verpflichtet zu werden, für andere Menschen (Vor dem Gesetz sind alle Bürger gleich - hahaha, selten so gelacht...) deren Rente zu bezahlen ? Aber ehe sich alle Haushalte Deutschlands zu einer gemeinsamen Aktion zusammen finden, wird eher die Nordsee bei ihrer nächsten Sturmflut die Alpen überqueren.... Wie war das noch in 1990: "Wir sind das Volk" ??? Als Albert Norden im Jahre 1963 auf dem 6. Parteitag der SED verkündete "Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Arbeit", wurde der Spruch vom Volk ergänzt mit "damit wir ihn von allen Seiten in den Arsch treten können." Frage: Bitte, was hat sich gegenüber 1963 verändert ???

Ich schließe mich euch an! Wie kann es sein, dass ich für Sportübertragungen GEZ zahle? Bieterkampf für die Rechte von Sportevents mit privaten Sendern, wegen mir brauchen die öffentliche Rechtlichen keinen Sport zu übertragen! Die privaten würden das schon tun! Die sollten rein zur Berichterstattung existieren und unabhängig sein!. Beides ist nicht der Fall! Also weg damit!

Alles Schwachsinn was hier vom stappel gelassen wird in 2020 wird der Beitrag kräftig erhöht und alle freuen sich