BIENENSTERBEN

Imker drücken Schulbank: Die Milbe muss weg

Das weltweite Bienensterben liegt an einer Milbe. Wie sich die einheimischen Imker vor ihr schützen können, soll jetzt in Schulungen vermittelt werden.
Angela Stegemann Angela Stegemann
Eine Milbe macht im Moment der Biene zu schaffen.
Eine Milbe macht im Moment der Biene zu schaffen. Boris Roessler/dpa-Archiv
Pasewalk.

Die Varroamilbe ist nur 1,1 Millimeter lang und 1,6 Millimeter breit. Den Honigbienen macht sie als Parasit in den Bienenstöcken aber sehr zu schaffen. Sie ist weltweit der größte Bienenschädling. „Wobei wir in Vorpommern-Greifswald noch Glück haben“, sagt Torsten Ellmann. „Auf Rügen und in Nordwestmecklenburg haben die Imker mehr damit zu kämpfen.“ Der Pasewalker ist nicht nur Vereinschef in Pasewalk, sondern auch Vorsitzender des Landesverbandes der Imker. Bundesweit hat das Bienensterben bereits Folgen. „Der Honig wird knapp“, meint Torsten Ellmann.

Doch die Imkerei hat auch mit anderen Problemen zu kämpfen: z. B. fehlender Nachwuchs. Aber Torsten Ellmann hat gute Hoffnung, dass es mit dem Imkerwesen in der hiesigen Region wieder aufwärts geht. Gezeigt hatte das auch die Solidarität, die junge Imker erfuhren, als ihr Bienenwagen in Pasewalk zerstört wurde. Noch jetzt melden sich bei uns Leser, darunter auch viele Imker, die ihnen helfen möchten.

Damit die Milbe auch weiterhin in unserem Kreis in Schach gehalten werden kann, sollen die 230 organisierten Imker bei uns den Winter nutzen, um sich an die Schulbank zu setzen, so Torsten Ellmann. Eine Honig- und Varroa-Schulung findet am 25. Januar von 9 bis 16 Uhr in der Anklamer Gaststätte Behling statt. Wer dann verhindert ist, kann auch den 7. und 8. Februar ins Auge fassen. Am 7. Februar findet von 13 bis 18 Uhr in Neu-Sallenthin auf der Insel Usedom eine Schulung zu Bienenkrankheiten statt. Einen Tag später wird dann von 9 bis 15 Uhr zu einer Honigschulung eingeladen. Anmelden kann man sich beim Landesverband der Imker. Dort gibt es auf der Internetseite auch noch einmal entsprechende Informationen.

Im Oktober starten dann wieder Anfängerkurse für diejenigen, die sich dem Imker-Hobby widmen möchten. Dabei wird sowohl an junge Leute, als auch an Senioren gedacht. „Wir haben in der Region guten Zulauf“, sagt Torsten Ellmann. Um den Imkern weite Wege zu ersparen, finden die Kurse erstmals im Kreis verteilt statt.

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