Nach dem Aufstellen des Containers bauten die Helfer des THW eine Abwasserleitung auf.
Nach dem Aufstellen des Containers bauten die Helfer des THW eine Abwasserleitung auf. Fred Lucius
Direkt an der Notaufnahme der Pasewalker Asklepios Klinik wurde der Container als Desinfektionseinrichtung für Rettungssa
Direkt an der Notaufnahme der Pasewalker Asklepios Klinik wurde der Container als Desinfektionseinrichtung für Rettungssanitäter und ihre Fahrzeuge aufgestellt. Fred Lucius
Mit vereinten Kräften haben die Helfer den Container an den richtigen Ort gewuchtet.
Mit vereinten Kräften haben die Helfer den Container an den richtigen Ort gewuchtet. Fred Lucius
Corona-Pandemie

▶ In diesem Container können sich Pasewalks Retter entkeimen

An der Einfahrt zur Notaufnahme der Pasewalker Asklepios Klinik gibt es seit Mittwoch eine Desinfektionsstelle. Das Technische Hilfswerk hat den Container aus Hamburg geholt.
Pasewalk

An der Notaufnahme der Pasewalker Asklepios Klinik steht seit Mittwoch ein neuer Container. „Er wird in den kommenden Monaten als Desinfektionsstelle dienen. Analog zur Universitäts-Medizin in Greifswald ist diese Einrichtung dazu da, die Rettungstransportwagen schnellstmöglich desinfizieren zu können, damit diese umgehend in den Einsatz zurückkehren können, wenn ein an Covid19 erkrankter Patient transportiert wurde“, erklärt Kreissprecher Achim Froitzheim. Pasewalker Helfer des THW hatten den Container am Freitag aus Hamburg geholt.

Die Retter sparen wertvolle Zeit

Zusätzlich zu den täglich durchgeführten Desinfektionen jedes Fahrzeuges erfolgen an Stellen wie der Pasewalker Klinik weitere Desinfektionsmaßnahmen an Oberflächen und Türgriffen. Zudem würden sich hier Rettungssanitäter desinfizieren und ihre Schutzkleidung ablegen. Wenn der Rettungstransportwagen (RTW) dazu in die Wache zurückkehren müsste, würde unnötig viel Zeit verschwendet. „Die Brandschutzdienststelle des Landkreises Vorpommer-Greifswald hat zusammen mit dem Eigenbetrieb Rettungsdienst und dem THW deshalb neben der Desinfektionsstelle am Universitäts-Klinikum in Greifswald eine weitere am Aspklepios-Klinikum in Pasewalk eingerichtet“, sagt Froitzheim. „Auf diese Weise sparen wir wertvolle Zeit, und das Rettungsmittel kann nach einer kurzen Frist direkt wieder eingesetzt werden“, sagt Vizelandrat und Leiter des Verwaltungsstabes, Dietger Wille. 

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So können Viren nicht in die Wachen geschleppt werden

Frank Wodrich, Sachgebietsleiter Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband Uecker-Randow, schätzt die Zeitersparnis für die RTW-Teams auf 30 bis 60 Minuten gegenüber dem alten Standard. „Viel wichtiger ist aber der Schutz der Mitarbeiter und Patienten. So wird verhindert, dass Viren möglicherweise verschleppt und beispielsweise in die Wache getragen werden“, erklärt Wodrich.

In Ueckermünde und Anklam gab es andere Lösungen

Nach Angaben von Achim Froitzheim sollen an allen Krankenhäusern solche Desinfektionsstellen eingerichtet werden. „In Ueckermünde und Anklam haben wir Lösungen in den Krankenhäusern direkt an den Covid-Stationen gefunden. In Pasewalk war das nicht möglich. Daher die Con-tainer-Variante draußen“, sagt der Kreissprecher. Der Container sei vorgefertigt und werde am Standort komplettiert – etwa mit einem Desinfektionsautomaten und entsprechenden Mülltonnen.

Helfer des THW haben zum Container eine Wasser- und Abwasserleitung verlegt, im Container selbst sorgten Handwerker des Pasewalker Heizungs- und Sanitärinstallationsbetriebs Günter Buse für die Anschlüsse. Mitarbeiter der Greifswalder Niederlassung der Firma Schulz Hygiene installierten Dosiergeräte für Desinfektionsmittel.

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