Großer Bahnhof am Pasewalker Gerätehaus der Feuerwehr: Regionalschulleiterin Colette Hoche (r.) und Wehrführer
Großer Bahnhof am Pasewalker Gerätehaus der Feuerwehr: Regionalschulleiterin Colette Hoche (r.) und Wehrführer Marco Freuer (2.v.l.) unterzeichneten dort eine Vereinbarung über den Feuerwehr-Unterricht als Pflichtfach für die Schüler der neunten und zehnten Klassen. Rainer Marten
Regionalschule

In Pasewalk gibt es jetzt Feuerwehr in der Schule

Das ist ein Novum in Mecklenburg-Vorpommern: Pasewalks Regionalschule „Arnold Zweig“ führt das Wahlpflichtfach Feuerwehr für die Schüler der neunten und zehnten Klassen ein
Pasewalk

Die Feuerwehren kämpfen weit und breit mit einem Problem: Ihnen geht der Nachwuchs aus, während die Anforderungen steigen. Die brandenburgische Stadt Angermünde entwickelte vor diesem Hintergrund ein Schulprojekt, das jetzt auch in Pasewalk – in dieser Art erstmalig in Mecklenburg-Vorpommern – eingeführt wird.

Die Europaschule „Arnold Zweig“ bietet den Feuerwehr-Unterricht als Wahlpflichtunterricht an. Am Freitag unterzeichneten Regionalschulleiterin Colette Hoche und Pasewalks Wehrführer Marco Freuer im Beisein von Vertretern der Landesregierung, des Landesfeuerwehrverbandes und der Stadt eine entsprechende Vereinbarung.

In zwei Jahren zum Feuerwehrmann

„Haben sich Schülerinnen und Schüler für dieses Fach entschieden, dann werden sie wöchentlich in einem jeweils zweistündigen Unterricht in allen Fragen und Themen, die Feuerwehrangehörige kennen und beherrschen müssen, unterwiesen. Wir beginnen in der neunten Klasse mit dem Truppmann-Teil I mit 70 Unterrichtsstunden und setzen diesen Unterricht in der zehnten Klasse mit dem Truppmann-Teil II fort. Der zweite Teil umfasst 80 Unterrichtsstunden. Am Ende der zehnten Klasse sind die Teilnehmer ausgebildete Feuerwehrleute“, erläutert Freuer.

Unterrichten werden die Kinder Marcel Lichtnow und er als Wehrführer. Die Schulnoten werden sich im Zeugnis wiederfinden. Freuer ist zufrieden, dass er, als er das Projekt sowohl bei der Stadt Pasewalk als Schulträger als auch in der Regionalschule vorstellte, offene Ohren gefunden hat.

Auf diesem Weg, so hofft er, werde die Wehr ihre Personalprobleme klären können. Das Pasewalker Projekt wird auch aus Landessicht beobachtet. Es sei eine Super-Idee, die Kinder bereits in der Schule abzuholen und dort für den Brandschutz zu begeistern, sagte Dirk Matzick, der als Referent Brandschutz im Schweriner Innenministerium tätig ist. Im Projekt können je Jahrgangsstufe maximal 16 Kinder mitmachen.

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