AMTSGERICHT NEUBRANDENBURG

Insolvenzverfahren gegen Gaststätten-Betreiber eröffnet

Als die Brandenburgerin Pia Hoffmann mit ihrem Partner Ende 2017 in Strasburg zwei Gaststätten pachtete, war die Freude groß. Doch dann kam die Ernüchterung – mit vielen Schulden.
Fred Lucius Fred Lucius
Nach der Neueröffnung Ende 2017 wurden nur kurze Zeit Gäste im Strasburger „La Vita e bela“ (ehemals Zum Uckermärker) empfangen. Die Betreiberin ist pleite.
Nach der Neueröffnung Ende 2017 wurden nur kurze Zeit Gäste im Strasburger „La Vita e bela“ (ehemals Zum Uckermärker) empfangen. Die Betreiberin ist pleite. Fred Lucius/Archiv
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Strasburg.

Die haben in Strasburg eine Schneise der Verwüstung hinterlassen – so urteilten vor einigen Monaten ehemalige Geschäftspartner und Vermieter des HO-BE Hotel- und Bewirtschaftungsfachbetriebes. Die HO-BE mit Geschäftsführerin Pia Hoffmann hatte in Strasburg mit ihrem Partner zwei Gaststätten betrieben – die Restaurants "Zeitlos" und „La Vita e bela“ (ehemals Zum Uckermärker). Doch schon wenige Wochen nach Eröffnung der Gaststätten häuften sich offene Rechnungen bei Lieferanten und Krankenkassen. Mitarbeitern wurde monatelang kein oder nur geringfügig Lohn gezahlt.

Pia Hoffmann hatte eingeräumt, dass sie einstigen Geschäftspartnern und Mitarbeitern Geld schuldet. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten begründete die 26-Jährige seinerzeit mit Personalproblemen, Überlastung und gesundheitlichen Problemen. Daher habe sie für die Unternehmensgesellschaft (UG) auch einen Eigenantrag auf Insolvenz gestellt. Der eingesetzte Insolvenzverwalter hatte Aufschub für ein anzufertigendes Gutachten beim zuständigen Amtsgericht Neubrandenburg gestellt.

Doch nun steht fest, dass das Insolvenzverfahren wegen „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ am 19. Oktober eröffnet wurde, wie der Nordkurier auf Nachfrage in der Richtergeschäftsstelle des Amtsgerichtes erfuhr. Zum Insolvenzverwalter wurde der Jatznicker Rechtsanwalt Stefan Ludwig bestellt. Gläubiger werden darauf hingewiesen, Forderungen bis zum 4. Dezember beim Verwalter schriftlich anzumelden. Ob von den Geschädigten bei diesem Verfahren jemand Geld erhalten wird, ist zu bezweifeln. Die von Pia Hoffmann geführte Unternehmensgesellschaft (Mini-GmbH) verfügte lediglich über ein Stammkapital von 300 Euro.

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