HINWEISTAFELN AUFGESTELLT

Jäger warnt vor Wölfen im Löcknitzer Wiesengrund

„Wölfe suchen auch in diesem Gebiet nach Beute," wurde auf Hinweistafeln am Löcknitzer Wiesengrund gewarnt. Die Anwohner haben jetzt Angst und auch das Ordnungsamt hat für diesen Alleingang des Jagdpächters kein Verständnis.
Jörg Foetzke Jörg Foetzke
Am Wiesengrund am südlichen Löcknitzer Ortsrand wohnen auch Familien mit Kindern. Sie sind jetzt verunsichert, weil auf Hinweistafel vor Wölfen gewarnt wurde.
Am Wiesengrund am südlichen Löcknitzer Ortsrand wohnen auch Familien mit Kindern. Sie sind jetzt verunsichert, weil auf Hinweistafel vor Wölfen gewarnt wurde. Privat
Löcknitz.

Am Wiesengrund in Löcknitz bemerkten Anwohner am Montagmorgen Hinweistafeln eines Jagdpächters, auf denen er vor Wölfen warnte. Der Pächter aus Löcknitz war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar. Ob er in seinem Revier Anzeichen für die Anwesenheit des Wolfes oder gar Tiere beobachtet hatte, ist daher ebenfalls nicht bekannt.

Die Anwohner am südlichen Ortsrand von Löcknitz sind jetzt trotzdem verunsichert. „Wir gehen bei Tag, in der Dämmerung und im Dunkeln selbstverständlich spazieren, doch jetzt haben wir Angst“, schreibt eine betroffene Familie an den Nordkurier.

Verwarnung von der Jagdbehörde

Nur wenige Stunden nach dem Anbringen der Schilder forderten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes den Jagdpächter auf, die Schilder umgehend abzunehmen. Was der Mann unverzüglich tat. Die untere Jagdbehörde hat ihm zudem eine Verwarnung ausgesprochen.

Das heißt aber nicht, dass Wölfe die Löcknitzer Reviere bisher gemieden hätten. Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie gehen sehr wohl davon aus, dass Wölfe dort schon des Öfteren durch Wald und Flur gestreift ist.

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Kommentare (6)

....diese Jäger, Jagdhelfer, Jagdausübungsberechtigte etc. ? Kraft ihrer Einbildung meinen sie, ein Amt inne zu haben, welches ihnen das vermeintliche Recht gibt, anderen Menschen Warnschilder vor die Nase zu setzen, das Betreten der Wälder zu verbieten, Wege, die in den Wald hinein führen, mit rot-weißen Sperrketten zu verhängen, Spaziergänger mit nach vorn gerichteter Waffe zur Umkehr aufzufordern etc.. Für alle vorgenannten Beispiele habe ich schriftliche Belege und Zeugen, sollte jemand Zweifel haben, bitte ich, mich über die Redaktion zu kontaktieren.
Bewunderungswürdig ist die schnelle und richtige Reaktion des Ordnungsamtes. Man scheint es ja unter den Jägern, Pächtern und ähnlichen Hobby-Schützen mit ziemlich seltsamen Vögeln zu tun zu haben im Landkreis. Es ist an der Zeit, ihnen die Flügel zu stutzen.

Wie kann man auch die Bürger darüber informieren, dass Großraubtiere im Wald nach Futter suchen!! Das sollen die Menschen gefälligst selbst herausfinden, am besten kleine Kinder mit ihren Hunden, wenn sie am Waldrand Cowboy und Indianer spielen. Oder die ältere Dame mit ihrem Dackel.
Besser die alle ahnungslos darein schicken, ist doch richtig spannend, was da so alles abgehen kann.
Und wenn es dann so kommt wie mit Niedersachsens Kurti, dass ein Hund an der Leine seiner schreienden Besitzer angegriffen wird, dann ist IN JEDEM FALL der Mensch schuld, eben weil er nicht GEWUSST hat, dass er sich unter Wölfen befindet.
Finde den Fehler.

Mit der Informationspolitik in Sachen Wölfe ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung auch nicht informiert wird, wenn ein ausgebüxter Löwe oder Puma durch die Wälder streift.
Oder sind DAS Raubtiere während Wölfe menschenliebende Kuscheltierchen sind?

Man kann nur hoffen und unterstützen, dass bei einem Vorfall mit Menschen die Verantwortlichen, die die Anwesenheit von Großraubtieren in der näheren Umgebung bewusst verschweigen und andere (wie diesen Jäger) die Info verbieten, persönlich haftbar gemacht werden.

Egal ob dieser Jäger "seinen Wald" für sich alleine haben oder einfach nur Stimmung gegen den Wolf machen will schadet er dem Ansehen seiner Zunft. Besonders weil diese Herren sich gerne selber Naturschützer nennen. Übrigens werden diese illegalen Schilder von Wolfsgegnern systematisch über das Internet angeboten. Sie werden dann gerne auch in Gegenden aufgehängt in denen noch nie ein Wolf gesehen wurde. In unser Facebookgruppe "Schützt die Wölfe" ärgern wir uns darüber, dass diese Naturausnutzer mit Rotkäppchenmitteln gegen den Naturschutz arbeiten.

ganz nüchtern betrachtet und unabhängig davon, ob man ideologisch verbohrt den Wolf und / oder die Jäger liebt oder hasst, ob es dem Jagdpächter verboten ist, vor Gefahren in "seinem" Wald zu warnen. Warum sich Ordnungsamt und Jagdbehörde also genötigt sahen einzuschreiten, während andererseits eine andere Behörde festgestellt haben will, dass der Wolf im Löcknitzer Raum tatsächlich anzutreffen ist. Gibt es einen behördlichen oder gesetzlichen Rahmen dafür, wer oder was eine Gefahr darstellt oder nicht? Vielleicht hätte eine Erklärung dahingehend diesem Artikel gut getan.

Der Wolf ist ein wildes Tier und keine/r kann garantieren, dass einem als Waldbenutzer nichts passiert. Gerade Spaziergänger mit Hunden könnten eine (evt. folgenreiche)Begegnung erleben. Muss nicht sein, aber wer garantiert das? Meine Freundin hat vor einigen Monaten den AT absolviert und es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, in welchen Teilen der Wälder Bären leben und wie man sich zu verhalten hat. Diese Information finde ich selbstverständlich und es ist unverantwortlich, dieses nicht mitzuteilen. Der Jäger hat mit Sicherheit im besten Wissen und Gewissen gehandelt. Ich verstehe nicht, warum es für ihn von Vorteil sein sollte, den Menschen aus dem Wald fernzuhalten. Das Wild ist an der Anwesenheit der Menschen gewöhnt und kann sich dieser geschickt entziehen. Anders sieht es mit der Anwesenheit der Wölfe aus, die nun einmal Beute suchen. Hoffentlich geht das eines Tages nicht schief. Ich ware jedenfalls dafür, dass man als Bürger über genaue Vorkommen von Wölfen informiert werden würde.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article152493711/Der-Wolf-die-noch-immer-unbekannte-Gefahr.html