Rund 40 Leute kamen zum ersten Tafeltag in Strasburg.
Rund 40 Leute kamen zum ersten Tafeltag in Strasburg. Rita Nitsch
Armut

Jeder zehnte Strasburger muss zur Tafel

Es ist eine Zahl, die aufhorchen lässt. Mehr als 500 Strasburger müssen sich Essen bei der Tafel besorgen. Eine Altersgruppe trifft es besonders hart.
Strasburg

Rund 550 Strasburger müssen das Angebot der Strasburger Tafel nutzen, um über die Runden zu kommen. Das sind bei einer Einwohnerzahl von rund 5600 Einwohnern gut zehn Prozent. Doch nicht nur diese erschreckende Zahl wurde beim ersten Tafeltag genannt, den die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Arbeitslosentreffs am Donnerstag veranstaltet haben.

Rund 40 Strasburger waren gekommen. Auch alle Stadtvertreter waren eingeladen, doch nur wenige schauten vorbei. Immerhin Stadtpräsidentin Gudrun Riedel war vor Ort und dankte für das Engagement des Arbeitslosentreffs.

Immer mehr Rentner bei Strasburger Tafel

„Viele Menschen zeigen nicht gern in der Öffentlichkeit, dass sie auf die Tafel-Lebensmittel angewiesen sind. Sich zu überwinden und den Weg hierher zu suchen, das ist der schwerste Schritt“, sagte Regine Hiller, die sich ehrenamtlich im Treff engagiert.

Ebenfalls besorgniserregend: Die Zahl der Rentner sei gestiegen, die montags, mittwochs und freitags in der Friedensstraße versorgt werden. Mit Geldern aus dem Vorpommern-Fonds von Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) konnte die Tafel neue Regale und einen Verkaufstresen anschaffen. Ein Dank ging auch an alle Discounter, Bäcker und Märkte, die Tafeln in der Region versorgen. Seit 2008 ist der Arbeitslosenverband Uecker-Randow Mitglied der Deutschen Tafel.

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