ZUGEZOGENE UND RÜCKKEHRER

Junge Menschen ziehen wieder nach Pasewalk

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Stadt Pasewalk mehr Zu- als Wegzüge. Das „Welcome Center Stettiner Haff“ hat eine Vermutung, woran diese erfreuliche Tendenz liegen könnte.
Im vergangenen Jahr sind mehr Menschen in die Kürassierstadt gezogen, als sie verlassen haben. 2019 war das noch genau an
Im vergangenen Jahr sind mehr Menschen in die Kürassierstadt gezogen, als sie verlassen haben. 2019 war das noch genau andersherum. Woran das liegen könnte, erläutern Mitarbeiter vom „Welcome Center Stettiner Haff“. Rainer Marten
Pasewalk ·

Exakt 10.292 Einwohner leben zurzeit in Pasewalk. Doch das Kleinstadtflair der Kürassierstadt scheint immer mehr Menschen zu überzeugen, zumindest, wenn es nach den aktuellen Zahlen geht. Im vergangenen Jahr gab es in Pasewalk 441 Zuzüge. Dem gegenüber standen 389 Wegzüge. Insgesamt gab es also mehr Zu- als Wegzüge.

2019 sah das noch anders aus. Da gab es mit 424 Zu- und 478 Wegzügen deutlich mehr Menschen, die Pasewalk den Rücken gekehrt haben.

Rückkehrer suchen Nähe zur Familie

Besonders interessant an dieser Statistik: Die Altersgruppe, die mit 113 Zuzügen dominiert, ist zwischen 1991 und 2000 geboren, also circa zwischen 20 und 30 Jahre alt. Auf dem zweiten Platz liegen mit 72 Zuzügen Personen, die zwischen 1981 und 1990 geboren sind. Als drittstärkste Gruppe folgen mit immerhin 53 Zuzügen im vergangenen Jahr jüngere Menschen, die zwischen 2001 und 2010 geboren wurden.

Für Johannes Drews vom „Welcome Center Stettiner Haff“ kommen diese Zahlen nicht überraschend. Er weiß, welche Gründe die Menschen dazu bewegen, nach Pasewalk und Umland zu ziehen. Zum einen seien es die „Rückkehrer“, die bereits in den 1990er beziehungsweise 2000er Jahren aus verschiedenen Gründen weggezogen sind. Dann gebe es eine zweite Kategorie jüngerer Rückkehrer, die für Studium und Ausbildung weggezogen sind und nun in der alten Heimat sesshaft werden wollen.

Mehr lesen: Welcome Center hilft nicht nur Rückkehrern beim haf-f-tenbleiben

Auch Zugezogene, die nicht hier geboren sind

„Viele Familien mit Kindern im Kita- oder Grundschulalter suchen die Nähe zu ihren Familien. Sie schätzen außerdem die gute Versorgung im Kita- und Grundschulbereich“, sagt Drews. Er hat aber auch beobachtet, dass es gar nicht unbedingt nur die Rückkehrer sind, die nach Pasewalk kommen. Vielmehr gebe es einen leichten Überhang bei Zugezogenen, die gar nicht gebürtig aus der Region stammen.

„Der Großteil dieser Neuzuzüge kommt aus Nordrhein-Westfalen, an zweiter Stelle steht Berlin.“ Als Grund hierfür nennt Johannes Drews attraktive Arbeitsstellen, das gute Verhältnis zwischen Immobilienpreisen und Einkommen sowie die Attraktivität der Region mit der Nähe zum Haff, aber auch zur Metropolregion Stettin.

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