Mit diesem Plakat belegte die 16-jährige Mira Kühl aus Pasewalk den dritten Platz bei einem landesweiten Plakatwettb
Mit diesem Plakat belegte die 16-jährige Mira Kühl aus Pasewalk den dritten Platz bei einem landesweiten Plakatwettbewerb gegen Komasaufen unter Jugendlichen.
Mira Kühl hat bei einem landesweiten Wettbewerb gegen Alkoholmissbrauch den dritten Platz erreicht. Von den 100 Euro Prei
Mira Kühl hat bei einem landesweiten Wettbewerb gegen Alkoholmissbrauch den dritten Platz erreicht. Von den 100 Euro Preisgeld hat sie sich neue Pinsel gekauft. Johanna Horak
Alkoholismus

Junge Pasewalkerin überzeugt mit Kunst gegen Komasaufen

Mira Kühl aus Pasewalk setzte sich in einem Wettbewerb gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen gegen etwa 150 Teilnehmer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern durch.
Pasewalk

Mit ihrem Beitrag zum Wettbewerb „bunt statt blau“, einem Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das Komasaufen bei Jugendlichen, hat sich eine junge Pasewalkerin landesweit gegen fast 150 Teilnehmer durchgesetzt. Mit ihrem Plakat belegte die 16-jährige Mira Kühl den dritten Platz der Präventionskampagne, der mit 100 Euro dotiert war.

Solzialministerin überreichte Preise und Urkunden

„Dass ich so weit komme, habe ich nicht erwartet“, sagt die Schülerin des Pasewalker Oskar-Picht-Gymnasiums. Als sie den Anruf erhielt, der sie über ihre Platzierung informierte, sei sie im Unterricht und zunächst überrascht gewesen. „Dann hat die Freude eingesetzt“, erinnert sie sich.

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Die Preisübergabe fand in Schwerin statt. Als Schirmherrin der Aktion in Mecklenburg-Vorpommern übergab Sozialministerin Stefanie Drese die Preise und Urkunden an die Gewinner. „Ich halte den Wettbewerb mit seiner deutlichen Botschaft für gut geeignet, junge Menschen aufzurütteln“, betonte die Ministerin.

Schülerin lehnt übermäßigen Verzehr von Alkohol ab

Das Thema der Alkoholprävention, sei für sie interessant und wichtig, erzählt Mira Kühl. Anders als viele andere in ihrem Alter lehnt sie den übermäßigen Verzehr von Genussmitteln jeglicher Art ab, erklärt die Gymnasiastin. Auf den Wettbewerb, der bereits Anfang 2020 begonnen hatte und pandemiebedingt immer wieder verschoben worden war, sei sie durch die Sozialarbeiterin ihrer Schule aufmerksam geworden. „Sie weiß um mein künstlerisches Interesse“, sagt Mira Kühl, die in ihrer Freizeit gern zum Pinsel greift, sowohl analog als auch digital, und am liebsten Aquarelle zeichnet.

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An einem Wettbewerb habe sie sich zuvor dennoch noch nie beteiligt, so die 16-Jährige. Lange Zeit habe sie deshalb zunächst Ideen für ihr Plakat gesammelt, bevor sie sich an die Umsetzung gemacht habe. Weil sie sich nicht entscheiden konnte, habe sie letztlich vier Szenen zum Thema „bunt statt blau“ auf ihrem Plakat dargestellt. „Es geht darum, die liebste Person, die man hat, an den Alkohol zu verlieren“, erklärt die Schülerin, die sich im nächsten Jahr erneut an dem Wettbewerb beteiligen möchte. Für sie seien das ganz klar ihre Familie und Freunde, sagt sie.

Preisgeld hat sie für Pinsel ausgegeben

Ihr Preisgeld habe sie in Materialien für ihre Kunst gesteckt und in hochwertige Pinsel investiert, wie Mira Kühl erzählt. Ihr Plakat befindet sich zurzeit in Hamburg und wird dort digitalisiert. Aktuell laufe der Wettbewerb unter den Landesgewinnern noch auf Bundesebene, wie die 16-Jährige weiß. Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gibt es seit zwölf Jahren. Insgesamt haben rund 115 000 und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird.

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