FEINKOSTWERK WIRD GESCHLOSSEN

Kaum Chance auf Abfindung nach Trend-Food-Aus

Trend Food in Strasburg stellt den Betrieb ein. 69 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Dass sie kaum eine Chance auf eine Abfindung haben, hat laut Gewerkschaft nur einen Grund.
Fred Lucius Fred Lucius
Trend Food hat Fleisch- und Gemüsespieße für in- sopwie ausländischen Kunden gefertigt und war einer der größten Produzenten in diesem Bereich.
Trend Food hat Fleisch- und Gemüsespieße für in- sopwie ausländischen Kunden gefertigt und war einer der größten Produzenten in diesem Bereich. Fred Lucius/Archiv
Strasburg.

Nach der Entscheidung zur Schließung der Strasburger Trend Food GmbH verlieren nicht nur 69 Mitarbeiter ihren Job. Es gibt auch kaum eine Aussicht auf eine Abfindung für die Beschäftigten, von denen ein Großteil Frauen und viele von ihnen älter als 50 Jahre sind. „Ohne Betriebsrat keine Abfindung“, fasst es Jörg Dahms, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), zusammen.

Nach seinen Worten gibt es bei Trend Food keinen Betriebsrat, auch von gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern bei dem Strasburger Lebensmittelverarbeiter ist Dahms nichts bekannt. Und ohne Betriebsrat sei niemand legitimiert, über Abfindungen zu verhandeln.

Private Klage

Das Beispiel Trend Food zeigt nach Ansicht des Geschäftsführers, dass es nicht hilft, nicht gewerkschaftlich organisiert zu sein und auf einen Betriebsrat zu verzichten. Man fahre im Auto auch nicht ohne Gurt, sagt der Gewerkschafter. Den Mitarbeitern bleibe offen, privat eine Kündigungsschutzklage zu führen.

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