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Kein Täter zu Sprüh-Aktion gegen Merkel

Insgesamt vier Parolen wurden auf den Rasen des Strasburger Sportplatz gebracht.
Insgesamt vier Parolen wurden auf den Rasen des Strasburger Sportplatz gebracht.
Nordkurier

Pflanzengift auf dem Strasburger Sportplatz sorgte Anfang September vor dem Wahlkampfauftritt von Angela Merkel für Aufsehen. Was ergaben die Ermittlungen?

Es wird keine Erkenntnisse darüber geben, um welche Mittel es sich handelte, die Unbekannte vor dem Wahlkampfbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel im September auf den Strasburger Sportplatz gesprüht haben. „Die Kosten für eine Untersuchung der Proben sind erheblich. Außerdem ist das für die Ermittlungen nicht von Bedeutung. Deshalb wird auf eine Untersuchung verzichtet“, sagt Polizeisprecherin Nicole Buchfink vom Polizeipräsidium Neubrandenburg auf Nachfrage.

Bei der Aktion hatten unbekannte Täter mehrere Schriftzüge mit zum Teil zwei Meter großen Buchstaben auf den Rasen gesprüht. Zu sehen waren folgende vier Parolen: „Merkel hau ab – 12 Jahre sind genug“, „Volksabstimmung statt Volksverdummung“, „Generalstreik jetzt“ und „Freiheit statt Demokratie“. Insgesamt erstrecken sich die Schriftzüge über eine Länge von 140 Metern. Etwa 500 Quadratmeter Rasen wurden beschädigt.

Akten gehen bald an Staatsanwaltschaft

Die Polizei vermutete seinerzeit, dass es sich um Unkrautvernichtungsmittel handelt. Es habe keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass die Sprühaktion ein Gesundheitsrisiko für Sportler darstellt, erklärt Nicole Buchfink. Ein Tatverdächtiger sei nicht ermittelt worden.

Die Ermittlungsakten stünden kurz vor der Abgabe an die Staatsanwaltschaft. Diese entscheide dann, ob weiter ermittelt werden muss oder ob das Verfahren eingestellt wird. „Die Ermittlungen wurden nicht auf die leichte Schulter genommen. Es hat umfangreiche Befragungen gegeben. Auch der polizeiliche Staatsschutz war daran beteiligt“, so Buchfink.