STADTWERKE BERUHIGEN

Keine Wasserknappheit trotz Dauerhitze

Dauerhitze seit Wochen. Dazu kaum ein Tropfen Niederschlag. Auch was am Wochenende vom Himmel kam, war nicht fiel. Da trinkt man automatisch mehr. Die Pflanzen im Garten lechzen nach Flüssigkeit. Wird bei der Trockenheit das kostbare Gut Wasser womöglich knapp?
Fred Lucius Fred Lucius
Christian Hell, Wassermeister der Pasewalker Stadtwerke, entnimmt im Wasserwerk eine Probe. Die Stadtwerke hätten trotz des seit Jahren sinkenden Wasserverbrauchs keinen Brunnen geschlossen.
Christian Hell, Wassermeister der Pasewalker Stadtwerke, entnimmt im Wasserwerk eine Probe. Die Stadtwerke hätten trotz des seit Jahren sinkenden Wasserverbrauchs keinen Brunnen geschlossen. Fred Lucius
Uecker-Randow.

Die Nachricht über Wassermangel aus anderen Regionen Deutschlands hat Christian Hell auch vernommen. „Keine Angst, das passiert bei uns nicht“, sagt der Wassermeister der Pasewalker Stadtwerke. Das Unternehmen könne die Kunden auch bei der Hitzeperiode mit ausreichendem Trinkwasser in hoher Qualität versorgen, unterstreicht Christian Hell.

Die Trockenheit hat nach Auskunft des Wassermeisters den Verbrauch aber schon spürbar ansteigen lassen – um etwa ein Viertel. Während in einem üblichen Monat Juni die Abgabe an die Kunden um die 48  000  Kubikmeter liege, seien es im Juni 2018 fast 60 000  Kubikmeter gewesen. Die sonst gängige Tagesabnahme um die 1400  Kubikmeter habe sich auf 1600 bis 1900  Kubikmeter erhöht. Letztere Zahl werde am Wochenende erreicht. „Den Mehrverbrauch sieht man auch an den Pegelständen der Grundwasserentnahmestellen. Aber das ist nicht beängstigend“, meint Christian Hell.

Mehrverbrauch hat positiven technischen Aspekt

Die Pasewalker Stadtwerke beziehen seien Angaben zufolge Rohwasser aus elf Brunnen – drei in Pasewalk und acht in Schmarsow. Und die seien auch jetzt lediglich zu 60  Prozent ausgelastet. Von Wassermangel also keine Spur. Würden die Brunnen in Pasewalk ausfallen, könnten private Haushalte, aber auch das Krankenhaus oder die Feuerwehr, über die Anlagen in Schmarsow versorgt werden – ohne das sie das merken. Für Christian Hell hat der Mehrverbrauch einen positiven technischen Aspekt. „Dadurch wird das Rohrnetz besser durchspült. Wasser steht nicht lange in den Leitungen“, sagt er.

So stark wie bei den Stadtwerken ist der Anstieg des Wasserverbrauchs beim Trink- und Abwasserzweckverband Uecker-Randow, Süd-Ost nicht. Der Verband versorgt bis auf einige Ausnahmen über acht Wasserwerke die Orte um Pasewalk bis nach Löcknitz und Penkun. Den Mehrverbrauch beziffert Uwe Mentz, Technischer Geschäftsführer, auf rund zehn Prozent. „Das ist kaum der Rede wert“, meint Mentz. Im ländlichen Bereich hätten viele Hausbesitzer auch Brunnen, aus denen sie Wasser etwa für den Garten beziehen können, begründet der Geschäftsführer den moderaten Anstieg.

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