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Keller des Arbeitslosen-Verbandes überschwemmt

Regine Hiller im fast völlig leer geräumten Keller des Arbeitslosenverbandes. Das Gros der Dinge, die dort gelagert waren, ging direkt in den Müllcontainer.
Regine Hiller im fast völlig leer geräumten Keller des Arbeitslosenverbandes. Das Gros der Dinge, die dort gelagert waren, ging direkt in den Müllcontainer.
Denny Kleindienst

Sie kümmern sich um die Belange der Ärmsten der Stadt. Jetzt brauchen sie selbst Hilfe. Der Keller des Pasewalker Arbeitslosenverband ist überschwemmt. Dabei wurde so ziemlich alles von Wert zerstört, was sich im Besitz des Verbandes befand.

Als Regine Hiller morgens den Keller des Pasewalker Arbeitslosenverbandes aufschloss, schwammen ihr Bücher entgegen. Der Flur im Keller des Haupthauses in der Scheringerstraße ist lang und breit. Davon ab gehen zwölf größere und kleinere Räume. Es gibt jede Menge Stauraum. Überall stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch.

„Wir haben Tage gebraucht, um alles auszuräumen“, sagt die Verbandsvorsitzende. Nur ein Raum im Keller musste nicht leer geräumt werden. Er war dank einer dichten Tür und eingebauter Türschwelle nicht vom Wassereinbruch betroffen. In den anderen Räumen mussten hingegen selbst Teppiche und Linoleum-Fußböden herausgerissen werden. Grund für die Überschwemmung war eine kaputte Wasserleitung.

Viel Brauchbares konnten die Frauen und Männer vom Arbeitslosenverband nicht aus dem überschwemmten Keller retten. Die meisten Sachen sind so beschädigt, dass man sie nur noch wegwerfen kann. Dazu zählen Möbel und Strickmaschinen, Wäschemangel und Industrie-Staubsauger.

"Die Schadenssumme ist schwer zu beziffern", sagt Regine Hiller. Zudem ist der Schaden ohnehin größer, als es irgendein Geldbetrag ausdrücken könnte. So sind auch Akten dem Wasser zum Opfer gefallen.