WEGEN CORONA-PANDEMIE

Kinder kriegen Geschenke erst im nächsten Jahr

Weihnachten 2020 war vieles anders. Dass aber selbst Geschenke nicht an Kinder verteilt werden konnten, hatten Mitglieder des Unternehmervereins Pasewalk und der Feuerwehr Strasburg nicht gedacht. Das soll aber so bald wie möglich nachgeholt werden.
Mit einem Plasterohr wollten Kameraden der Feuerwehr Strasburg um Wehrführer René Gosse (rechts) die Schokoladenwe
Mit einem Plasterohr wollten Kameraden der Feuerwehr Strasburg um Wehrführer René Gosse (rechts) die Schokoladen-Weihnachtsmänner im Stadtgebiet kontaktlos an Kinder verteilen. Nun werden sie an Schulen und Kitas ausgegeben. ZVG
Ergotherapeutin Berenike Thiede (r.) und Hotel-Chefin Kristina Schröder-Mundt, beide Mitglied im Unternehmerverein Pasewa
Ergotherapeutin Berenike Thiede (r.) und Hotel-Chefin Kristina Schröder-Mundt, beide Mitglied im Unternehmerverein Pasewalk, zeigen einen Teil der Geschenke, die noch verteilt werden sollen. Fred Lucius
468 Weihnachtsmänner sollten über Rohre an Kinder der Region verteilt werden.
Rund 470 Weihnachtsmänner wurden in Strasburg gesponsert. Fred Lucius
Pasewalk ·

Im Saal des Pasewalker Hotels Am Park stehen mehrere Kartons und Kisten – vollgepackt mit roten Herzchen, Süßigkeiten, Schreibsets oder Malbüchern. Eigentlich sollten die Sachen an Kinder aus Pasewalk und Umgebung schon verteilt sein, vom Weihnachtsmann und der Schneekönigin mit einem großen Weihnachtstruck der Firma Stechner Transporte vor dem Fest.

Rund 1800 Geschenke wurden gesponsort

Doch daraus wurde nichts. „Nur ein Teil konnten wir bislang ausgeben“, sagt Berenike Thiede, Mitglied im Unternehmerverein Pasewalk und Betreiberin einer Ergotherapie. Rund 1800 Präsente sind bei der Geschenke-Aktion von Unternehmen der Stadt zusammengekommen, die von etwa 15 Firmen und Gewerbetreibenden als Sponsoren unterstützt wurde. „Alle Geschenke wurden in der Ergotherapie Thiede eingepackt“, lobt Hotel-Chefin Kristina Schröder-Mundt den Einsatz des elfköpfigen Teams. Ein Teil der Geschenke sei bislang in der Neuen Apotheke am Markt, im Thomas-Philipps-Markt, in der Asklepios-Klinik, über die Kinder- und Jugendhilfestation des DRK sowie über den Verein „Uckermark gegen Leukämie“ verteilt worden. „Die Idee mit dem Weihnachtstruck hatten wir im November – als klar war, dass dieses Jahr kein Weihnachtsmarkt stattfinden wird“, sagt Berenike Thiede.

Kameraden wollten Weihnachtsmänner über Plasterohre verteilen

Bei der Ausgabe an mehreren Stationen in Pasewalk hätte man die Hygienevorschriften einhalten können. Letztlich habe man sich aber in Absprache mit der Stadt entschieden, den Weihnachtstruck nicht rollen zu lassen. “Wir wollen die Aktion so schnell wie möglich nachholen, natürlich mit dem Truck. Vielleicht klappt das schon im Januar“, meint Kristina Schröder-Mundt. Bei knapp 700 Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren in Pasewalk sei man sicher, dass die Zahl der gesponserten Geschenke ausreiche.Bislang sitzen geblieben auf ihren Schokoladen-Weihnachtsmännern sind derweil die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Strasburg. 468 sind durch Sponsoren – Privatpersonen, Unternehmen und Stadtvertreter – zusammengekommen, wie Wehrführer René Gosse berichtet. Weil es in diesem Jahr kein Weihnachtsbaum-Schmücken und auch keinen Weihnachtsmarkt in der Uckermarkstadt gab, habe man sich für diese Idee entschieden. Mit vier Feuerwehr-Fahrzeugen, Weihnachtsmännern und Weihnachtsmusik sollten die Süßigkeiten Heiligabend an Kinder in der Stadt verteilt werden – kontaktlos, wie der Wehrführer betont.

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Eigens dafür hätten die Kameraden Plasterohre an Bord gehabt, durch die die Weihnachtsmänner in die Hände der Jungen und Mädchen gerutscht wären. „Eine Genehmigung vom Landkreis für die Aktion hatten wir“, meint René Gosse. Angesichts der Corona-Fälle in der Stadt, der Besuchsverbote und der für viele Bürger veranlassten Quarantäne wäre ein Festhalten an der Aktion aber ein falsches Signal gewesen, macht der Strasburger Wehrführer deutlich. „Durch die Quarantäne hätten einige auch gar nicht hinaus gedurft“, sagt René Gosse. Die Weihnachtsmänner werde man aber nun nicht einschmelzen und zu Osterhasen „umfunktionieren“. Sobald die Schulen und Kitas in der Stadt im neuen Jahr wieder geöffnet sind, sollen die Süßigkeiten dort als verspäteter Weihnachtsgruß der Feuerwehr verteilt werden.

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