REGIONALGESCHICHTE

Kra-Kra-Krackow will sich ein eigenes Wappen geben

Der Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch hat für die vorpommersche Gemeinde Krackow und seine Ortsteile mehrere Wappen-Entwürfe vorgelegt. Jetzt geht es um den Feinschliff.
Krackows Bürgermeister Gerd Sauder zeigt einen der drei Entwürfe des Wappens der Gemeinde. Dort finden sich Rabe, Ra
Krackows Bürgermeister Gerd Sauder zeigt einen der drei Entwürfe des Wappens der Gemeinde. Dort finden sich Rabe, Randow und Steigbügel wieder. Erarbeitet hat die Entwürfe der Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch. Rainer Marten
Krackow.

Sind Wappen noch zeitgemäß? Die Krackower Gemeindevertreter sind davon überzeugt. Sie wollen der Gemeinde ein auch nach außen hin sichtbares Symbol geben. Das Problem: In dem Wappen soll sich nicht nur Krackow als Hauptdorf, sondern auch die Ortsteile Battinsthal, Hohenholz, Kyritz und Lebehn sowie Schuckmannshöhe wiederfinden.

Gemeindevertreter Gerd Hamsch hinterfragte die Regionalgeschichte und kam zu der Erkenntnis, dass in der Region das Geschlecht der Familie von Ramin eine Rolle spielte. Vom 13. Jahrhundert bis Anfang des 18. Jahrhunderts war Krackow ein Lehen der Familie, eine Linie nannte sich sogar von Ramin zu Krackow. Deren Stammwappen zeigt im silbernen Feld des Schildes einen roten Steighaken, auch Steigbaum oder Sturmleiter genannt. Das Symbol kann auch als ein Mauerbrecher gedeutet werden.

Krackow soll seinen Namen dem Raben verdanken

Im Stammwappen zieren darüber hinaus drei goldene Quersprossen den Steighaken. Aus dem Wappen wurde das Element des Steighakens für das neue Gemeindewappen übernommen. „In unserem Entwurf sind allerdings nicht drei, sondern sechs Quersprossen am Steighaken sichtbar. Sie symbolisieren die sechs Orte unserer Gemeinde“, erklärt Bürgermeister Gerd Sauder. Platziert wurde das Symbol unterhalb einer blauen gewellten Linie, die die Randow darstellt. Oberhalb der Linie ist ein Rabe mit geöffneten Schwingen sichtbar. Die Laute des Vogels, sein „Kra, Kra“, sollen für Krackow einst namensgebend gewesen sein.

Die Gemeindevertretung stimmte in ihrer jüngsten Sitzung den Grundmotiven des Gemeindewappens zu, das der Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch erarbeitet hat. Dessen Aufgabe wird es jetzt sein, eine endgültige Variante zur Beschlussfassung vorzulegen. Unter anderem sollen die Farben noch angestimmt und an Feinheiten des Gesamtbildes gearbeitet werden.

Wann das Wappen endgültig beschlossen wird, ließen die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Montagabend offen. Allerdings hat die Gemeinde Krackow einen guten Grund, sich zu beeilen: Der Ort Krackow wird 2021 750 Jahre alt. Das war in der Sitzung am Montag ebenfalls Thema – im nicht öffentlichen Teil.

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