OLDTIMER KRACKOW

Krackower Oldtimer-Fans verschieben Moskau-Tour

Das ist schon mit normalen Pkw eine Herausforderung. Erst recht mit Oldtimern. Mit diesen wollten zehn Teams in diesem Sommer nach Moskau fahren. Corona macht den Freunden historischer Fahrzeuge einen Strich durch die Rechnung.
Edmund Geiger, Vorsitzender des Krackower Oldtimer- und Kutschenmuseums, hofft nun auf einen neuen Moskau-Anlauf im nächs
Edmund Geiger, Vorsitzender des Krackower Oldtimer- und Kutschenmuseums, hofft nun auf einen neuen Moskau-Anlauf im nächsten Jahr. Dann will er mit einem Opel Kadet an den Start gehen.
Krackow.

Vom Penkuner Schloss zum Kreml: Die Tour hatten sich für diesen Sommer Oldtimer-Freunde um Edmund Geiger, den Vorsitzenden des Krackower Oldtimer- und Kutschenmuseums, vorgenommen. „Diese Ausfahrt planen wir seit dem Herbst 2019. Doch dann kam Corona dazwischen“, sagt Edmund Geiger. Die Moskau-Tour muss verschoben werden.

Das Interesse an der Tour ist riesig

Die Idee zur zwölftägigen Reise sei gemeinsam mit der Penkuner Unternehmerfamilie Lukiynanow entstanden, die aus Moskau stammt. Weil Oldtimer-Freunde untereinander gut vernetzt sind, seien schnell zehn Teams zusammengekommen. „Die Gruppe soll überschaubar sein. Die Leute müssen zueinander passen. Wir hätten locker mit 50 Teams fahren können, so groß war das Interesse. Wenn jemand abspringt, gibt es genügend Nachrücker“, sagt der Wolliner, der selbst noch nie in Russland war. Neben drei Vereinsmitgliedern hätten sich Interessenten aus Schleswig-Holstein, aus Nürnberg, London, Pasewalk, Ueckermünde und Tschechien für die Tour angemeldet. Eine illustre Truppe, wie er findet.

Gute Vorbereitung ist alles für die Oldtimer-Freunde

Die Familie Lukiynanow habe den Kontakt zu einem russischen Automobilclub hergestellt. „Die Einladung von diesem macht die Einreise einfacher. Dieser Club sorgt auch für das Programm in Moskau. Und auch dafür, dass die Autos sicher untergebracht werden“, erzählt Edmund Geiger, dessen Frau Anke ihn bei der Fahrt begleiten wird. Auch Sohn Marian wäre nach jetzigem Stand dabei. Vor ein paar Tagen sei die Familie Lukiynanow von einer Fahrt nach Moskau über Litauen und Lettland zurückgekehrt. Auf dieser habe sie organisatorische Dinge wie Übernachtungsmöglichkeiten, Preise für Benzin oder Verpflegung erkundet.

„Die Kosten sind überschaubar. Wir rechnen mit etwa 1000 Euro je Team“, sagt der Vereinsvorsitzende. Angst, dass auf der anspruchsvollen Tour für die Oldtimer etwas schief gehen könnte, habe man nicht. Zum einen habe man russischsprachige Teilnehmer dabei. Die Teams würden zudem mit Funkgeräten für den ständigen Kontakt ausgestattet. Außerdem begleite ein VW-Bus mit Ersatzteilen und Auto-Anhänger den Konvoi, um notfalls jemanden abschleppen zu können. „Weiterhin hat jedes Team eine Liste mit Ersatzteilen, die es mitzunehmen gilt: Wasserpumpe, Radlager, Keilriemen gehören dazu“, sagt Edmund Geiger, der zugibt, dass für ihn alleine die Reise zu risikoreich wäre.

Im Fall der Fälle hilft der Dorfschmied

Er selbst werde mit einem Opel Kadet, Baujahr 1938, die russische Hauptstadt ansteuern. Dieses Auto hätten die Russen ab 1946 als Moskwitsch 400 nachgebaut, nachdem zuvor in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg die Produktionsanlagen dafür in Rüsselsheim abgebaut wurden. Geiger: „Der Opel kann in jeder russischen Dorfschmiede repariert werden.“ Um die 400 bis 450 Kilometer pro Tag seien für die vier Tage dauernde Fahrt nach Moskau geplant.

„Natürlich ist das anspruchsvoll. In einem Oldtimer sitzt man ja nicht so bequem wie in einem modernen Pkw. Da wird das Sitzen schon mal anstrengend. Und man muss Vertrauen in sein Fahrzeug haben“, erklärt der Wolliner. Nach der Absage der Tour plane man diese nun für den August kommenden Jahres. Derzeit tausche man sich über Handy-Nachrichten aus. „Wann hat man schon einmal die Chance, mit Gleichgesinnten so etwas zu unternehmen“, sagt Edmund Geiger.

 

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