Die Bundeswehr unterstützt im Kreis Vorpommern-Greifswald bei der Kontaktnachverfolgung.
Die Bundeswehr unterstützt im Kreis Vorpommern-Greifswald bei der Kontaktnachverfolgung. Fred Lucius
Pandemie

Landkreis reagiert auf Kritik bei Corona-Nachverfolgung

Heftige Kritik gab es zuletzt an der Kontaktnachverfolgung beim Landkreis Vorpommern-Greifswald. Tagelang wartete eine Betroffene auf den angekündigten Rückruf. Der Landkreis widerspricht nun verweist auf die Eigeninitiative der Bürger.
Pasewalk

Weil Doreen M., eine mit dem Coronavirus infizierte Frau aus der Region Pasewalk, ziemlich lange auf einen weiteren Anruf des Kreisgesundheitsamtes zur Nachverfolgung ihrer Kontakte warten musste, sparte die Dame nicht mit Kritik an der Arbeit der Behörde. Die kann man im Landratsamt nicht so recht nachvollziehen und widerspricht zumindest indirekt der Darstellung der Frau. Es sei alles nach Plan gelaufen, so die Botschaft.

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Mitbewohner müssen sofort in Quarantäne

Kreissprecher Achim Froitzheim reagierte erläuterte in dem Zusammenhang jetzt noch einmal, wie die Verfahrensweise ist, wenn bekannt wurde, dass Bürger sich infiziert haben. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, werden bereits im Erstanruf die Personen aufgefordert, alle Kontakte an das Postfach hygiene[ät]kreis-vg.de zu übersenden, sagte er. Weiterhin würden beim Erstanruf alle Haushaltsmitglieder namentlich erfasst und es wird mitgeteilt, dass sich diese ebenso unverzüglich in Quarantäne zu begeben haben.

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Kontakte, die im besagten Postfach landen, würden an die Standorte Pasewalk und Greifswald verteilt und auch nachverfolgt – unabhängig davon – ob die positiv getestete Person bereits den Zweitanruf erhalten hat, so Froitzheim. Doreen M. wiederum hatte berichtet, ihr sei ein zweiter Anruf angekündigt worden, um dabei die Kontakte aufzunehmen. Dann sei tagelang nichts geschehen. Ganz anders als bei ihrer ebenfalls betroffenen Tochter im Kreis Uckermark.

Fast 150 Mitarbeiter in der Nachverfolgung

„Aktuell arbeiten allein in Pasewalk 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich Bundeswehr, in der Kontaktnachverfolgung. Zusammen mit Anklam und Greifswald sind 147 Mitarbeiter in dem Bereich tätig, davon teilweise auch Werkstudenten mit einer Wochenarbeitszeit von sieben bis 20 Stunden”, erläuterte er und warb um Anerkennung für deren Arbeit.

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