GRIPPESCHUTZ

Landkreis Vorpommern-Greifswald kann nicht mehr impfen

Die Gesundheitsämter der Landkreise sollen großzügig Grippeimpfungen anbieten. Würden sie auch, fehlte nicht hier Personal und dort Impfstoff.
dpa
Die Gesundheitsämter bieten teilweise keine Impfsprechstunden mehr an.
Die Gesundheitsämter bieten teilweise keine Impfsprechstunden mehr an. Bernd Wüstneck
Greifswald.

Im Gesundheitsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald ist kein Impfstoff mehr vorrätig. Das teilte das Landratsamt in Greifswald der Deutschen Presse-Agentur mit. Impfsprechstunden müssten bis auf Weiteres ausfallen. Laut einer Umfrage sind in einigen Gesundheitsämtern der Landkreise Mecklenburg-Vorpommerns Impfungen gar nicht mehr möglich.

Kein Personal

Der Kreis Mecklenburgische Seenplatte bot zuletzt im Oktober eine Impfsprechstunde an. Es sei angesichts der Zusatzbelastung durch die Corona-Pandemie kein Personal mehr verfügbar, sagte eine Sprecherin. Ebenso sieht es im Landkreis Rostock aus: Impfstoff sei noch da, aber wegen der Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter gebe es keine Impfsprechstunden mehr.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim habe noch Restbestände an Grippe-Impfstoff, sagte ein Sprecher. Es werde geimpft, solange der Vorrat reiche. Im Gesundheitsamt des Kreises Vorpommern-Rügen reicht der Stoff nach Angaben einer Sprecherin voraussichtlich noch bis zum Monatsende. Derzeit würden nur Menschen geimpft, die Termine haben. 5000 Impfdosen seien bestellt worden, sie sollen Anfang Dezember geliefert werden.

Mit den Impfungen fast durch

In Nordwestmecklenburg sieht es noch am besten aus: Im Gesundheitsamt werde geimpft, sagte ein Sprecher. Zwischenzeitlich habe es einen Engpass an Impfstoff gegeben, weil das Amt Dosen abgegeben hatte. Nun sei man aber „mit den Impfungen fast durch”.

Mitte Oktober hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch Befürchtungen vor Versorgungsengpässen beim Grippeimpfstoff zurückgewiesen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Rund 26 Millionen Grippe-Impfdosen wurden in diesem Jahr angekündigt – deutlich mehr als in den Vorjahren verbraucht wurden, wie es von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hieß. 23,7 Impfdosen davon waren nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts Mitte November bereits ausgeliefert worden. Nach Informationen des Bundesministerium für Gesundheit werden Impfstoffdosen noch bis Mitte Dezember verteilt.

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Kommentare (3)

ist Herrn Spahn die Gesundheit der Menschen. Teure Werbung und "Impfzentren" für ein riskantes Experiment. Aber kein Geld für die Grundversorgung.
Wann wird dieser Krankheits Minister endlich vor ein Gericht gestellt?

im Prinzip habe Sie Recht aber Spahn ist doch nur ein Rädchen, das Entscheidende ist das System hinter ihm bzw. in welchem er wirkt. Die D Kassen sind halt leer! - Warum wohl und wo wird zuerst gespart?

Der ist Gesundheitsminister und will den CDU-Vorsitz, mithin Kanzler werden. Der ist kein Rädchen. Der will Schwungrad werden. No merci!