Ein Pasewalker fühlt sich vom Mopedlärm in seiner Straße belästigt.
Ein Pasewalker fühlt sich vom Mopedlärm in seiner Straße belästigt. Symbolbild Hendrik Schmidt
Ruhestörung

Laute Mopeds nerven Anwohner

Der Krach aufgemotzter Mopeds vermiest einem Pasewalker die Abende auf dem Balkon. Wegen Ruhestörung hat er sich an die Polizei gewandt. Aber die kann nichts machen.
Pasewalk

Verkehrslärm brachte einen Pasewalker so in Rage, dass er bei der Polizei vorstellig wurde. Nur leider konnten die Beamten dem Herrn nicht helfen. Daraufhin wandte er sich an die Pasewalker Nordkurier-Redaktion. „Ich habe doch das Recht, als Bürger auf diesen Missstand hinzuweisen“, sagte er. Von der Polizei habe er die Auskunft bekommen, dass sie nichts machen könne.

Konkret regt sich der Pasewalker darüber auf, dass seit Wochen vor allem abends Jugendliche mit aufgemotzten Mopeds in der Grünstraße und der Gartenstraße die vorgeschriebene Geschwindigkeit überschreiten würden. „Man kann schon gar nicht mehr auf dem Balkon sitzen, weil man sein eigenes Wort nicht versteht“, monierte der Pasewalker. „Die sammeln sich und fahren zum Bootsanleger. Letztens sind sogar drei Mopeds nebeneinander mit mindestens 60 km/h die Straße entlang gefahren.“ Ihm komme es so vor, als ob die jungen Leute die Anwohner schikanieren wollten. „Irgendeine Möglichkeit muss es doch geben!“ Es gebe doch sicher Cross-Strecken, die die Jugendlichen nutzen könnten. Mit seiner Kritik wolle er etwas anstoßen. „Es muss sich etwas bewegen. Beispielsweise sollte man die Mopeds auf unrechtmäßige Umbauten überprüfen. Die sind viel zu laut.“

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Ordnungsamt kann Bürger nur beraten

Auf Nordkurier-Nachfrage hieß es aus dem Ordnungsamt, dass diese Problematik an das Amt herangetragen worden sei. „Bekannt war sie in diesem Ausmaß noch nicht. Grundsätzlich ist die örtliche Ordnungsbehörde lediglich für den ruhenden Verkehr zuständig“, informierte Paul Heruth vom Fachbereich Innere Verwaltung und Ordnung. Der fließende Verkehr liege in der Zuständigkeit des Landkreises Vorpommern-Greifswald beziehungsweise der Polizei. „Sofern eine solche Thematik an das hiesige Ordnungsamt herangetragen wird, wird natürlich eine beratende Funktion gegenüber dem Bürger übernommen und die entsprechenden Zuständigkeiten und Ansprechpartner mitgeteilt.“

Lärmbelästigungen aus der Innenstadt würden eher selten an das Ordnungsamt weitergeleitet und stammten dann zumeist aus privaten Häusern. „Wenden kann sich ein Bürger natürlich an alle Institutionen. Auch wenn aufgrund der fehlenden Zuständigkeit nicht gehandelt werden darf, so erfolgt zumindest die Weiterleitung und Hilfestellung zur weiteren Bearbeitung“, so Paul Heruth.

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