INSOLVENZ

Lila Bäcker entlässt 430 Mitarbeiter und schließt 152 Filialen

Der insolvente Lila Bäcker hat am Dienstag Details zu seinem Sanierungskonzept bekanntgegeben.
dpa
Eine Filiale vom „Lila Bäcker” in Rostock.
Eine Filiale vom „Lila Bäcker” in Rostock. Bernd Wüstneck (Archiv)
Pasewalk.

Die insolvente Bäckereikette „Lila Bäcker“ mit Hauptsitz in Pasewalk soll künftig 252 Filialen betreiben und rund 2000 Mitarbeiter beschäftigen. Nach Abschluss der Verhandlungen mit den Betriebsräten sollen 152 Filialen endgültig geschlossen sowie rund 430 Mitarbeitern gekündigt werden, teilten der Insolvenzverwalter Rolf Rattunde und die Geschäftsführung am Dienstag mit.

Auf Nordkurier-Nachfrage 160 Jobs in Mecklenburg-Vorpommern seien betroffen, 270 in Brandenburg. Die Mitarbeiter seien in einem Schreiben informiert worden. Welche Filialen konkret betroffen, wurde auch auf Nachfrage noch nicht mitegeteilt. 

Nur so gibt es weiter Geld von den Banken

Das Sanierungskonzept der Banken werde in den nächsten Wochen umgesetzt. Nur so könne der „Lila Bäcker“ in Zukunft wieder erfolgreich wirtschaften. Die Geschäftsführung bleibe im Amt und führe das Unternehmen in Abstimmung mit der Insolvenzverwaltung.

Die Banken sind nur bereit,die überschuldete Bäckereikette weiter zu finanzieren, wenn wir dieses Sanierungskonzept umsetzen“, erklärte Rattunde. Danach wollten sie das entschuldete Unternehmen kaufen. Ein weiterer potenzieller Investor habe sein Angebot Ende voriger Woche zurückgezogen.

Standorte Neubrandenburg und Pasewalk bleiben erhalten

Die Standorte Neubrandenburg und Pasewalk sollen den Plänen zufolge künftig die gesamte Produktion übernehmen, während die bisherige Produktionsstätte Dahlewitz nur noch Logistikstandort sein soll.

Die Bäckereikette, die zunächst in Mecklenburg-Vorpommern tätig war und später nach Süden ins Land Brandenburg expandierte, hatte im Januar 2019 Insolvenz angemeldet. Das Verfahren war im April eröffnet worden.

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