NACH FEUER

Linke wollen Flüchtlinge von Moria in Strasburg aufnehmen

Die Strasburger Bürgermeisterin soll der Landes- und Bundesregierung die Bereitschaft signalisieren, von der Brandkatastrophe betroffene Flüchtlinge aufzunehmen. Über den Antrag der Linken befinden am Donnerstag die Stadtvertreter.
Stadtvertreter Wolfgang Dietrich (Die Linke).
Stadtvertreter Wolfgang Dietrich (Die Linke). NK-Archiv
Im November 2014 kamen die ersten Flüchtlinge in Strasburg an. Begrüßt wurden sie damals im Rathaus.
Im November 2014 kamen die ersten Flüchtlinge in Strasburg an. Begrüßt wurden sie damals im Rathaus. Fred Lucius
Strasburg.

Geht es nach dem Willen der Partei Die Linke, soll auch Strasburg von der Brandkatastrophe betroffene Flüchtlinge des Lagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufnehmen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hat die Partei für die Stadtvertretersitzung am Donnerstag, 17. September, eingebracht. Die Bürgermeisterin wird laut Antrag beauftragt, diese Bereitschaftserklärung den zuständigen Stellen in der Landes- und Bundesregierung zuzustellen.

„Das ist mehr als ein symbolischer Akt. Bislang haben mehr als 170 Kommunen bundesweit ihre Bereitschaft erklärt, Flüchtlinge unterzubringen. Dass Deutschland insgesamt nur 150 Personen aufnehmen möchte, ist beschämend“, sagt Linke-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Dietrich.

Druck auf Innenminister Seehofer soll wachsen

Die Stadt Strasburg sei mit den ab Ende 2014 aufgenommenen Flüchtlingen gut zurechtgekommen. Bis auf einige Ausnahmen gebe es in der Bevölkerung eine überwiegend positive Stimmung gegenüber diesen Menschen. Zeitweise hatten in der Uckermarkstadt knapp 200 Personen ein neues Zuhause gefunden.

Dietrich hofft, dass mit der wachsenden Zahl von bereitwilligen Kommunen der Druck auf Innenminister Seehofer (CSU) wächst, mehr Flüchtlinge ins Land zu lassen. Man könne und wolle diese Menschen nicht ihrer Not überlassen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Strasburg

Kommende Events in Strasburg (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (1)

Dann sollte es ja kein Problem sein die Einwohner der Stadt demokratisch abstimmen zu lassen, ob sie auch so bereitwillig aufnahmebereit sind wie die Stadt. Ich glaube da kommt dann ein ganz anderes Bild heraus.