FUNDE AUS DEM MITTELALTER

▶ Löcknitzer Neubau ermöglicht spannenden Blick in die Vergangenheit

Ursprünglich sollten der Pflegedienst und die Tagespflege Sodtke und Struck in der Löcknitzer Randow-Passage erweitert werden. Doch weil es dazu nicht kam, wird nun neu gebaut. Am Markt neben der Kirche sind erst einmal die Archäologen am Zug – und die haben schon Spannendes gefunden.
Fred Lucius Fred Lucius
Tina Peschke vom Löcknitzer Pflegedienst Sodtke und Struck ist Bauherrin für das neue Gebäude direkt am Markt d
Tina Peschke vom Löcknitzer Pflegedienst Sodtke und Struck ist Bauherrin für das neue Gebäude direkt am Markt der Randowgemeinde. Im Herbst kommenden Jahres sollen Pflegedienst und Tagespflege in das neue Haus einziehen. Fred Lucius
Bevor die Bauarbeiten starten können, wird das Areal von Archäologen untersucht. Regen erschwert allerdings die Arbe
Bevor die Bauarbeiten starten können, wird das Areal von Archäologen untersucht. Regen erschwert allerdings die Arbeiten. Fred Lucius
Archäologin Giannina Schindler sowie die Grabungshelfer Sebastian John untersuchen das Gelände auf eine frühere
Archäologin Giannina Schindler sowie die Grabungshelfer Sebastian John untersuchen das Gelände auf eine frühere Bebauung und mögliche Funde. Fred Lucius
Freigelegt auf dem Platz neben der Kirche wurde unter anderem ein Keller aus dem Ende des 18. Jahrhunderts.
Freigelegt auf dem Platz neben der Kirche wurde unter anderem ein Keller aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Fred Lucius
Bevor die Bauarbeiten starten können, wird das Areal von Archäologen untersucht. Regen erschwert allerdings die Arbe
Bevor die Bauarbeiten starten können, wird das Areal von Archäologen untersucht. Regen erschwert allerdings die Arbeiten. Fred Lucius
Löcknitz.

Sind fünf Jahre Wartezeit auf eine angekündigte Erweiterung lange genug? „Allemal“, sagt Tina Peschke vom Pflegedienst Sodtke und Struck, der in der Löcknitzer Randow-Passage auch die Tagespflege Randowtal betreibt. Seinerzeit, im Jahr 2014, hatte der Verwalter der Passage angekündigt, mit dem Umbau des Einkaufsmarktes zeitgleich auch den Pflegebereich und die Tagespflege ausbauen zu wollen. „Wir brauchen mehr Platz für unsere Gäste und für unsere 28 Mitarbeiter. Auch eine Baugenehmigung war schon da für Arbeiten in der Passage. Doch dann tat sich nichts mehr“, berichtet Tina Peschke. Zum Vermieter habe es keinen Kontakt mehr gegeben, er sei auch nicht zu erreichen gewesen. Für die Passage sei ein Auszug schade. Aber man habe etwas unternehmen müssen.

 

Im Herbst 2020 soll alles fertig sein

Deshalb habe man sich zu einem Neubau entschlossen und das Grundstück am Markt von der Gemeinde erworben, sagt Bauherrin Tina Peschke. Entstehen soll ein zweistöckiges Gebäude mit mehr als 500 Quadratmetern Fläche, in dem sowohl der Pflegedienst als auch die Tagespflege untergebracht werden. Die Zahl der Gäste, die in der Tagespflege betreut werden, werde sich von jetzt 13 auf dann 21 erhöhen. Die Grundplatte für das Objekt soll noch in diesem Jahr gegossen werden, im Frühjahr 2020 folgen dann die Rohbauarbeiten. „Unser Ziel ist die Fertigstellung im Herbst kommenden Jahres, pünktlich zum 25-jährigen Bestehen des Pflegedienstes“, sagt Tina Peschke.

Keramik aus dem 14. und 15. Jahrhundert gefunden

Vorerst haben erst einmal Archäologen und Grabungshelfer auf dem Areal ihr Tun. Im Auftrag des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege untersuchen Archäologin Giannina Schindler sowie die Grabungshelfer Frank Pethke und Sebastian John das Gelände. Etwa ein Monat ist für diese Arbeiten vorgesehen. „Bei dem Regen in den vergangenen Tagen kann man aber nur eingeschränkt arbeiten“, erklärt Giannina Schindler. Freigelegt wurden bislang ein älterer Keller aus der Preußenzeit Ende des 18. Jahrhunderts sowie ein Mittelalter-Pflaster. Dieser Pflaster-Bereich könnte als Markt oder Hof gedient haben. Diese Ausgrabungen würden genau dokumentiert.

Zudem habe man Keramik aus dem 14. und 15. Jahrhundert gefunden. „Wenn das Material gewaschen ist, erfolgt eine genaue Auswertung“, kündigt die Archäologin an. Zuletzt habe sich auf dem Gelände ein Altstoffhandel und Wertstoffhof befunden. Ältere Aufnahmen zeigen auf dem Grundstück unweit der Kirche ein Fachwerkhaus. Das wurde vermutlich zum Kriegsende zerstört.

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