WINDRÄDER

Machen Windräder Menschen krank?

Diplom-Mediziner Heinz Timm untersuchte den Einfluss von Windenergieanlagen auf den Menschen. Dafür wählte er den Penkuner Ortsteil Büssow aus. Seine Ergebnisse sind besorgniserregend.
Der in der Planung befindliche Windpark Penkun erregt schon jetzt die Gemüter. Mitglieder regionaler  Bürgerinitiati
Der in der Planung befindliche Windpark Penkun erregt schon jetzt die Gemüter. Mitglieder regionaler Bürgerinitiativen reisten im Dezember zu einer Tagung des Planungsverbandes. Dort ging es auch um Windenergie-Anlagen. ZVG
Im Januar machte Dipl. med. Heinz Timm seine Unteruchungen zur  gesundheitlichen Situation der Bürger von Büssow &ou
Im Januar machte Dipl. med. Heinz Timm seine Unteruchungen zur gesundheitlichen Situation der Bürger von Büssow öffentlich. ZVG
Penkun.

42 Einwohner haben sich laut Einwohnermeldestelle in Büssow angemeldet. Manch einer lebt nicht immer dort, sondern nutzt den kleinen Ort an der Landesgrenze zu Brandenburg gelegentlich für einen Aufenthalt abseits des städtischen Lebens und für die Erholung. Allerdings zweifeln immer mehr Menschen, die in Büssow wohnen daran, dass das Vorwerk noch einen Erholungswert hat.

Unweit des Ortes, gleich hinter der Landesgrenze zu Brandenburg, befindet sich das 2009 ans Netz gegangene Windfeld Schönfeld. Aktuell ragen zwölf Windräder mit einer Nabenhöhe von 138 Metern in den Himmel, ihre Nennleistung beträgt rund 24 Megawatt. Ein Ausbau der Windkraft-Anlagen ist angedacht. Im Nachbarland werden aktuell Vorschläge diskutiert, entlang der Landesgrenze im Bereich von Grünberg, Damitzow, Tantow und Mescherin weitere Windkraftanlagen aufzustellen. In Büssow und Penkun rumort es deshalb kräftig.

Arzt erkennt negativen Einfluss auf Gesundheit

Vor diesem Hintergrund ging vom 30. Dezember 2019 bis zum 3. Januar 2020 der Penkuner Diplom-Mediziner Heinz Timm der Frage nach, ob die bereits stehenden Schönfelder Windkraftanlagen einen unmittelbaren Einfluss auf die Gesundheit der Bürger haben. Sein Fazit: „Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, das mindestens ein Drittel der Büssower leiden“ – unter dem, wie er es nennt „Wind-Turbinen-Syndrom“.

Seine Untersuchung erfolgte auf der Grundlage eines eigens erstellten Fragebogens des Windkraft-kritischen Vereins „Deutsche Schutz-Gemeinschaft Schall für Mensch und Tier“, dem auch Diplom-Mediziner Timm angehört. Die 25 ständigen Einwohner Büssows haben ausnahmslos an seiner Befragung teilgenommen. „Von dieser Fallgruppe weisen acht Personen aller Altersklassen, das sind 32 Prozent stark bis sehr stark ausgeprägte Symptome des Wind-Turbinen-Syndroms auf“, stellt der Mediziner fest.

Allen gemeinsam seien extreme chronische Schlafstörungen mit den entsprechenden Auswirkungen, wie Tagesmüdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörung, Leistungseinbruch, depressive Verstimmung, Reizbarkeit, Angststörung, Ruhelosigkeit, Beeinträchtigungen des Sozial- und Berufslebens, Infektanfälligkeit und anderes mehr.

„Bei weiteren sechs Personen bestanden die Beschwerden bereits vor der Inbetriebnahme der Windkraftanlagen oder lassen sich nicht ausschließlich auf den Betrieb der Anlagen zurückführen. In jedem dieser Fälle ergab sich jedoch eine Verschlimmerung ihrer Beschwerden seit beziehungsweise während des Betriebes der Windenergieanlagen. Damit wären dann mit 14 Personen sogar mehr als die Hälfte der ständigen Einwohner gesundheitlich betroffen, so sein Fazit. „Die Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner von Büssow sind also alles andere als unerheblich“, stellt der Arzt fest.

Stadtvertreter gegen Vorentwurf

Aufgrund seiner Ergebnisse sprach er sogar „von fortgesetzter Körperverletzung“. Timm geht davon aus, dass die zurzeit laufende Verdichtung des Schönfelder Windfeldes und die geplanten Anlagen bei Damitzow und Penkun die Gesundheitsschäden noch verstärken werden. Gleichzeitig fordert er, dass auf diesem Gebiet Mediziner gutachterlich weiter forschen, die zu dem Thema eine ausreichende Distanz haben. Derartige Forschungen würden noch immer fehlen.

In der Stadtvertretertagung am 8. Januar sprachen sich die Penkuner Stadtvertreter bei einer Ja-Stimme und einer Enthaltungen sowie zehn Nein-Stimmen gegen den Vorentwurf für das Windfeld Grünberg aus. Gegen den Betrieb von sieben Windkraftanlagen im Bereich Tantow und Mescherin sprachen sich sogar elf Stadtvertreter bei einer Enthaltung aus. Im Genehmigungsverfahren wurden diese Stellungnahmen der Stadt eingefordert.

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Kommentare (1)

Die hier dargestellten Untersuchung/Dinge ist/sind wohl für die Katz. Eike steht in Verbindung mit der AfD und wird nachweislich von Klimawandelleugnern und der fossilen Energiewirtschaft finanziert. Der Herr Diplommediziner hätte zudem auch eine Nullgruppe befragen müssen. Also Personen, die keine Windenergieanlagen in der Nähe haben. Ist überhaupt sichergestellt, dass es sich bei den Befragten nicht von Hause aus um Windkraftgegner handelt? In Sachen Infraschall gibt es zudem Abstandsreglungen von Windenergieanlagen zu Wohngebäuden (Mindestabstand von 1000 Metern zu Siedlungen und 800 Metern zu Einzelgehöften)! Infraschall gibt es z.B. auch von Pkw. Da müssten dann auch Straßen Abstandsreglungen zu Häusern bekommen. Auch Pumpen können neben Haushaltsgeräten Infraschall hervorrufen. Studien und Leitfäden zum Thema gibt es z.B. vom Umwletbundesamt.

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